Schwaiger-Sisters verhindern vorzeitiges Olympia-Aus

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Kampfgeist hat seit Montag Abend zwei Namen: Doris und Stefanie Schwaiger.

Die beiden Waldviertlerinnen verhindern mit einem hart erkämpften Dreisatz-Sieg gegen Natalie Cook und Tamsin Hinchley das vorzeitige Aus beim Olympischen Beachvolleyball-Turnier.

Satz eins aus der Hand gegeben

Die beiden Schwestern starten gut ins Match, spielen im ersten Satz sicher und setzen sich auch mit zwei Punkten ab.

Bei 18:16 reißt allerdings der Faden, die Australierinnen machen fünf Punkte in Serie und sichern sich den Satz.

Drei Matchbälle abgewehrt

Im zweiten Durchgang schleichen sich viele Eigenfehler ins Spiel der Niederösterreicherinnen ein. Bei 17:20 stehen sie kurz vor dem Aus, doch dann beweisen die Olympia-Fünften von 2008 Nervenstärke.

Nach dem "Pflicht-Punkt" bei Aufschlag Australien kann das ÖVV-Duo dank starker Service-Leistung von Stefanie auch die nächsten beiden Matchbälle abwehren und sich selbst einen Satzball erspielen. Nach neuerlich starkem Aufschlag bringt Stefanie selbst den Satz mit 22:20 ins Trockenen.

Ersten Matchball genützt

Im Entscheidungssatz scheinen die Sisters den Schwung mitzunehmen, setzen sich schnell mit 5:1 ein. Doch angeführt von der 37-jährige Natalie Cook kommen die Australierinnen nochmals heran und können zum 6:6 ausgleichen.

Das letzte Aufbäumen der Australierinnen bringt Doris und Stefanie nicht aus dem Konzept. Sie können sich sofort wieder mit vier Punkten absetzen.

Den ersten Matchball verwandelt Stefanie mit einem Block zum 15:10.

Verlorenes Match noch gewonnen

"Das war heute eine Nervenschlacht", atmet Doris durch. "Es war eine taktische Kopfsache."

Die Verteidigungsspielerin anaylsiert: "Es ist um alles oder nichts gegangen. Beide Teams haben viele Fehler gemacht. Aber es bringt uns jetzt sehr viel Selbstvertrauen!"

"Wir haben ein Match, das die Australierinnen schon fast gewonnen hatten, noch umgedreht", freut sich Stefanie. "Normalerweise gewinnt man so eine Partie nicht mehr. Das ist gut für den Kopf. Nun kann es weitergehen."

"Fast übertrieben mit den dummen Sachen"

Die spielerische Leistung sieht Doris selbstkritisch. Vor allem die vielen leichten Eigenfehler schmerzen: "Wir haben es fast übertrieben mit den dummen Sachen", sagte die ältere Schwester (27).

"Es gibt Situationen, die wir besser im Griff haben müssen." Das Side-out zum Beispiel - oder auch das eigene Service.

Mit dem Sieg verhindern die Niederösterreicherinnen das vorzeitig Aus in Gruppe C. Am letzten Spieltag treffen sie auf die Gruppen-Favoritinnen Misty May-Treanor und Kerri Walsh.

Die US-Amerikanerinnen gewinnen das Parallelspiel gegen Kolcova/Slukova (CZE) mit 2:0 und sind noch ungeschlagen.

Statistik zum Spiel:

Stefanie Doris Cook Hinchley
30 24 Aufschläge 32 20
6 3 Service-Fehler 0 3
1 0 Asse 2 1
58 km/h 61 km/h Schnellster Aufschlag 57 km/h 56 km/h
33 41 Angriffe 51 16
18 20 Erfolgr. Angriffe 25 3
3 0 Blocks 0 1
9 16 Verteidigungen 24 2
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