Ein schlechter Satz beendet den Olympia-Traum

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Nach dem sensationellen Turnierauftakt landen Clemens Doppler und Alexander Horst am Ende der Gruppenphase am harten Boden der Tatsachen.

Das ÖVV-Duo verliert das letzte Gruppenspiel gegen Patrick Heuscher und Jefferson Bellaguarda mit 22:24, 12:21.

Durch die klare Niederlage rutschen Doppler/Horst in der Gruppe noch auf den vierten Rang zurück und müssen ihre Koffer packen.

Günstige Ausgangsposition

Die Ausgangsposition vor dem Alpen-Duell in Gruppe A war aus rot-weiß-roter Sicht positiv. Bei einem Sieg wären alle Rechenspielchen hinfällig.

Doppler/Horst durften sich sogar eine Niederlage erlauben – allerdings mit maximal acht Punkten Differenz. Am Ende fehlt ein Punkt, um zumindest den Einzug in die Zwischenrunde zu schaffen.

Chancen nicht genützt

Wie schon im zweiten Spiel gegen Nicolai/Lupo (ITA) erwischen die Österreicher einen Fehlstart und geraten gleich mit drei Punkten in Rückstand.

Mit solidem  Spiel finden Doppler/Horst aber in die Partie und gehen bei 14:13 erstmals in Führung. Einen neuerlichen Rückstand können sie wettmachen und erspielen sich in der Folge drei Satzbälle. Die bleiben allerdings allesamt ungenützt.

Die Schweizer machen es besser und verwandeln ihrerseits den ersten Satzball zum 24:22.

Im zweiten Satz auf verlorenem Posten

Der Satzverlust macht das Unternehmen Aufstieg zwar schwieriger, aber noch lange nicht unmöglich. Allerdings läuft dann im zweiten Satz beim ÖVV-Top-Duo erstmals bei diesen Spielen nichts.

Anders als in den ersten beiden Partien können sie mit dem Service keinen Druck aufbauen und finden sich selbst mit den Aufschlägen der Schweizer nicht zurecht.

Bei Service Bellaguarda ziehen die Eidgenossen Punkt um Punkt davon. Bei 5:12 zeichnet sich ab: Es wird brenzlig.

Doppler und Horst versuchen zwar, sich gegenseitig zu pushen. Die Aufholjagd gelingt aber nicht. Am Ende setzt es eine 12:21-Niederlage.

Doppelt bitter: Hätten die Österreicher im zweiten Satz 15 Punkte erzielt, wären sie als einer der beiden besten Gruppendritten direkt im Achtelfinale gestanden.

Schweizer im Achtelfinale

Während die Österreicher mit hängenden Köpfen vom Platz schleichen, fallen sich die Schweizer jubelnd in die Arme.

Mit ihrem ersten Sieg bei Olympia katapultiert sich das Duo von Rang vier noch auf Rang zwei der Gruppe A und damit direkt ins Achtelfinale.

Ein schlechter Satz kostet den Aufstieg

"Wir haben nie den Rhythmus gefunden. Was wir die ersten beide Spiele gut gemacht haben, haben wir heute schlecht gemacht", ist Doppler die Enttäuschung nach dem verpatzten Spiel anzusehen.

Alex Horst hadert mit der schlechten Leistung im zweiten Satz: "Wir haben hier wirklich zwei sehr gute Spiele gemacht. Heute haben wir leider einen Satz schlecht gespielt und daher sind wir ausgeschieden."

Wie schon in den ersten beiden Spielen sollte das Service der Schlüssel zum Erfolg werden. "Das hat leider nicht funktioniert", analysiert Doppler geknickt.

"Die Schattenseite des Sports"

Die Rechenspielchen im Vorfeld waren laut Horst für das Duo kein Thema. „Ich spiele nicht auf 15 Punkte, sondern auf Sieg. Ich will immer gewinnen, gegen so ein Team ist es aber nicht leicht."

Das es letztlich um zwei Punkte nicht gereicht hat, ist bitter. „Das ist eben die Schattenseite des Sports“, meint Doppler. 

Zum Abschluss unterstreicht Horst nochmals die Ausgeglichenheit in Gruppe A: "Wer diese Gruppe übersteht, ist ein sehr gutes Team. Wir hätten es schaffen können. Jetzt Vierter zu sein, ist unglaublich bitter."

Statistik zum Spiel:

Doppler Horst Heuscher Bellaguarda
16 19 Aufschläge 18 26
5 1 Service-Fehler 0 1
0 1 Asse 0 1
85 km/h 71 km/h Schnellster Aufschlag 87 km/h 87 km/h
43 15 Angriffs-Versuche 33 17
17 7 Erfolgr. Angriffe 17 9
2 0 Blocks 4 0
4 14 Verteidigungen 7 16
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