Die Olympia-Gegner der Österreicher

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Die Würfel sind gefallen!

Österreichs Beachvolleyball-Duos kennen ihre Gegner bei den Olympischen Spielen 2012.

Die Gruppen können als attraktiv, aber auch als schwer bezeichnet werden.

LAOLA1 stellt die Gegner der ÖVV-Duos vor:

EMANUEL/ALISON (BRA):

Selbst Nicht-Beach-Insidern muss man Emanuel nicht groß vorstellen. Der Mann ist eine lebende Legende. 76 Siege auf der World, zwei Mal WM-Gold, Olympia-Gold 2004 – noch Fragen! Nach der Erfolgs-Ära mit Ricardo hat sich der 39-Jährige mit Alison Cerutti einen neuen Top-Blocker an seine Seite geholt. Nach leichten Anlauf-Schwierigkeiten – kein Siege 2010 – hat sich das Duo mittlerweile in der absoluten Weltspitze festgesetzt. Wie der gemeinsame WM-Titel 2011 und acht Turniersiege auf der World Tour beweisen. In dieser Saison gewannen sie zwei Turniere und standen weitere drei Mal im Finale. In London will Emanuel sein zweites Gold. Und kaum jemand zweifelt daran, dass er auch bei Heim-Olympia 2016 noch dabei sein will.

HEUSCHER/BELLAGUARDA (SUI)

Schweizer Beachvolleyballer gehören seit Jahren zur Weltspitze. Wenn sich dann noch ein gebürtiger Brasilianer dazu gesellt, dann ist ein Top-Duo fast garantiert. Um Jefferson Bellaguarda herrschte bei den Eidgenossen bei den Team-Umbildungen vor der Olympia-Quali ein echtes „Griss“. Letztlich entschied sich der Verteidigungsspezialist für eine Partnerschaft mit Patrick Heuscher. Eine Entscheidung, die er nicht bereuen sollte. Das Duo fand schnell in die Erfolgsspur und löste mit konstanten Spitzenleistungen früh das Olympia-Ticket.  In dieser Saison konnten sie noch nicht an ihr starkes Debüt-Jahr anschließen. Bestes Ergebnis ist Rang 5 in Rom. Allerdings stehen auch drei 25. Ränge zu Buche. Wie man eine Olympia-Medaille gewinnt weiß Heuscher seit 2004, als er überraschend mit Stefan Kobel Bronze gewann.

Turniere 1 2 3 4 5 7 9
31 7 7 7 1 4 1 3

NICOLAI/LUPO (ITA): Italien ist eine Volleyball-Macht. Italien hat viele Strände. Und dennoch waren italienische Top-Beachvolleyball-Duos in den letzten Jahren Mangelwaren. Nun hat sich mit Paola Nicolai und Daniele Lupo eines gefunden. Das junge Duo – Lupo ist 21, Nicolai 23 – hat sich heimlich, still und leise in die absolute weltspitze vorgearbeitet. Die Heim-WM 2011 in Rom kam noch zu früh, die Enttäuschung über Rang 9 konnten die Italiener aber schnell ablegen.  Mit zwei Semifinal-Einzügen zu Saisonbeginn machten sie in Sachen Olympia endgültig alles klar. Zuletzt in Gstaad bestätigten sie ihre Mit-Favoritenrolle mit Rang 3. Doppler/Horst mussten in dieser Saison bereits zwei Mal gegen die Italiener ran und gingen jeweils als Verlierer vom Court.

Turnier 1 2 3 4 5 7 9
17 0 1 1 0 3 0 4

MAY-TREANOR/WALSH

Was für Emanuel bei den Herren gilt, gilt für Misty May-Treanor und Kerri Walsh bei den Damen. Die lebenden Beach-Legenden sind längst über den Sand-Platz hinaus bekannt. Mit Olympia-Gold 2004 und 2008 schafften sie bereits historisches. Nun soll der „Threepeat“ her! Bei Weltmeisterschaften gelang ihnen das Kunststück bereits. 2003, 2005 und 2007 ging WM-Gold jeweils an das US-Duo. Nach dem Erfolsgrun gönnte sich das Duo eine Pause. Kerri Walsh tat dies freiwillig: Sie ist mittlerweile zweifache Mutter. Misty May-Treanor musste unfreiwillig aussetzen: Sie zog sich bei "Dancing with the Stars" einen Achillessehnenriss zu. 2010 schien eigentlich alles auf ein Duo Kerri Walsh und Nicole Branagh hinauszulaufen. Doch einem Anruf von Misty folgte ein langes Gespräch – und schon war das erfolgreichste Duo der Beach-Geschichte wieder vereinte. Viel hat 2011 nicht gefehlt, und die beiden Kalifornierinnen hätten sich in Rom ein viertes Mal WM-Gold gekrallt. Letztlich reicht es zu Silber – und drei weiteren Siegen auf der World Tour (einer davon übrigens in Klagenfurt). In dieser Saison mussten Misty und Kerri ungewohnt lange auf ihren ersten Sieg warten. Der gelang ihnen in Gstaad – und zwar eindrucksvoll. Zhang/Xue hatten im Finale nicht den Funken einer Chance. „Das wird ein harter Brocken. Wir haben sie noch nie geschlagen“, kommentiert Doris.

Turniere 1 2 3 4 5 7 9
15 0 1 1 1 1 2 3

KOLOCOVA/SLUKOVA (CZE)

Die Tschechinnen haben längst bewiesen, dass der U23-EM von 2010 kein Zufall war. Für einen Semifinal-Einzug reichte es zwar noch nicht, im Olympia-Quali-Zeitraum war das Duo aber Stammgast in den Top Ten. 2011 erreichten sie nicht weniger als neun Top-Ten-Plätze, 2012 waren sie bei  sechs Starts immer unter den ersten Zehn zu finden. Das Duell gegen die Schwaiger-Sisters gab es bereits 7 Mal: Drei Duelle davon gingen an Österreich. „Wir kennen sie sehr gut“, meint Stefanie. „Wir hatten zuletzt enge Duelle, diese aber verloren. Wichtig wird sein, dass wir uns nicht selber schlagen.“  In Moskau und zuletzt in Berlin gingen die Tschechinnen jeweils mit Dreisatz-Erfolgen als Siegerinnen vom Platz.

Turniere 1 2 3 4 5 7 9
76 39 14 6 3 6 1 6

COOK/HINCHLEY (AUS)

Die dritte Olympiasiegerin in dieser Gruppe ist Natalie Cook (Gold bei Heim-Olympia 2000). Die Australierin gehört fast zum „Inventar“ der World Tour. Nach Olympia 2008 schien die Karriere zu Ende. Aber nach einem Jahr Pause packte Cook nochmals der Ehrgeiz. Das Ziel bei der Rückkehr war von Anfang kein Geheimnis: Die mittlerweile 37-Jährige wollte zum fünften Mal zu Olympia. Was gelang. Mit Tamsin Hinchley löste Cook über den Continental Cup das Ticket. Im Zeichen der fünf Ringe spielte sie immer gut. Neben Gold 2000 hat sie noch Bronze 1996 daheim. Dazu kommt ein vierter Rang 2004 und ein fünfter bei den Spielen 2008. Doris freut sich auf das Duell: „ Es wird sicher spannend werden, aber wir haben in den letzten Spielen gute Erfahrungen gemacht.“

Turniere 1 2 3 4 5 7 9
35 0 0 0 0 7 2 15
Turniere 1 2 3 4 5 7 9
39 1 0 0 2 8 2 12
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