Weiss ist heiß auf eine Schlammschlacht auf Maui

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Für Michael Weiss heißt es am Sonntag: „Back to the roots!“

Der ehemalige Weltklasse-Mountainbiker kämpft bei den XTERRA World Championships auf Maui (1,5 km Schwimmen, 30,4 km Mountainbiken, 9,5 km Geländelauf) um Edelmetall – und um die Fortsetzung einer stolzen Serie.

Denn bei seinen bisherigen vier Teilnahmen gewann der Niederösterreicher jedes Mal eine Medaille. Höhepunkt war der WM-Titel im Gelände-Triathlon im Jahr 2011.

Ein guter Boden 

„Die Tatsache, dass ich auf Maui immer unter die Top-3 gekommen bin, macht es natürlich zu einem ganz besonderen Wettkampf für mich“, berichtet Michael Weiss.

Von den Ironman World Championships in Kona, die der 33-Jährige auf Rang 16 finishen konnte, ging es direkt weiter auf die Urlaubsinsel, die nach dem polynesischen Halbgott Maui benannt ist. Die Regeneration nach dem brutalen Kampf mit den Naturgewalten ist noch nicht gänzlich abgeschlossen.

Alle Zehennägel verloren

„Das braucht mehrere Wochen, aber ich fühle mich von Tag zu Tag besser.“ Die erste Woche stand im Zeichen der aktiven Erholung mit lockeren Schwimm- und Mountainbike-Einheiten, in der zweiten Woche wurden kurze Belastungsreize gesetzt, um den Körper wieder in Schwung zu bringen.

„Meine Füße erinnern mich täglich daran, dass ich vor nicht einmal zwei Wochen einen Marathon gelaufen bin, da ich fast alle Zehennägel verloren habe.“

Für eines seiner Lieblingsrennen beißt Weiss aber die Zähne zusammen. „Ich sehe es positiv: Nach so vielen Wochen in Aeroposition auf meiner Zeitfahrmaschine geht nichts über den Wechsel auf das Mountainbike. Da sitzt man bequem wie auf einem Sofa.“

"Teilweise unfahrbar"

Das war’s dann aber auch schon wieder mit gemütlich, denn die WM-Trails präsentieren sich nach starken Regenfällen von ihrer anspruchsvollsten und schlammigsten Seiten. „Die Strecke hat sich seit meinem letzten Antreten 2011 stark verändert. Durch den Regen ist sie wegen des lehmigen Bodens teilweise unfahrbar. Ich hoffe sehr, dass es noch auftrocknet.“

Die Laufstrecke ist eher ein Fall für Alpinisten denn für Triathleten. „Es ist sehr steil, sowohl bergauf als auch bergab. Das ist mehr ein Hindernis-Parcours für Bergsteiger“, warten auf Weiss armdicke Wurzeln, spitze Felsen und tiefe Flussbette.

Hochkarätig besetzt

Und ein hochkarätiges Starterfeld mit Profis aus 19 Nationen. Top-Favorit ist der Spanier Ruben Ruzafa, Titelverteidiger und Dominator. „Er hat heuer alle XTERRA-Rennen gewonnen. Dahinter kämpfen 10 bis 15 Athleten um die beiden anderen Stockerlplätze.“

Druck macht sich Weiss nicht. „Ich halte es wie immer nach Kona: Vollgas geben und schauen, was noch geht! Weil eigentlich habe ich in keinem Jahr mit einer Medaille gerechnet und bin immer positiv überrascht worden.“

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