Weiss mag es heiß

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Österreichs Ironman auf Hawaii

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Es ist angerichtet für den Showdown der weltbesten Langdistanz-Triathleten.

Am Samstag findet auf Hawaii zum bereits 37. Mal der härteste Triathlon der Welt statt.

Österreichs einziger Beitrag im Feld der 58 Profis ist der Niederösterreicher Michael Weiss, der sich für die Hitzeschlacht in Kailua-Kona große Ziele gesteckt hat.

Am Nabel der Triathlon-Welt

Die Form passt, das Selbstvertrauen auch. „Ich bin so frisch wie nie“, freut sich Michael Weiss auf seine vierten Ironman World Championships.

„Das ist die größte Bühne, die der Triathlon-Sport zu bieten hat.“

Mehr als 2.000 Starter werden sich am Samstag ab 6:25 Uhr (18:25 Uhr MEZ) am Pier von Kailua-Kona in die Fluten stürzen. Dann warten 3,8 km Schwimmen im Pazifik, 180 Rad-Kilometer durch die tiefschwarze Lavawüste mit Wind aus jeder Richtung, nur nie von hinten, und der Marathon mit dem Wendepunkt am glühend heißen Energy-Lab, einer Forschungsstation zur Nutzung der Meeresenergie.

Es ist mehr als nur Kondition gefragt

„Es geht nicht brutaler, die äußeren Einflüsse sind extrem. Aber genau das macht den Mythos Ironman Hawaii aus. Es ist die einzigartige Möglichkeit, sein Bestes zu zeigen. Der Zufall hat hier Pause.“

Die Entscheidung über Sieg und Niederlage, Sein und Nichtsein, Zieleinlauf am Ali’i Drive oder DNF trifft am Ende einzig und alleine der Kopf.

„Es geht nicht darum, wie schnell man ist, sondern wie lange man durchhält schnell zu sein“, erklärt der 34-Jährige, der auf Big Island mit Startnummer 27 ins Rennen geht.

Am Mittwoch absolvierte Weiss seine letzte längere Trainingseinheit, seither steht die Erholung im Vordergrund. „Abschalten, Beine hochlegen, offline gehen und die Akkus aufladen.“ Dazu gehört auch das berühmte „Carbo-Loading“, also das Auffüllen der Kohlehydratspeicher.

Geduldig sein

„Ich bin so frisch wie nie! Wenn ich ein bisschen mehr Glück habe als letztes Jahr ist ein Top-Ergebnis möglich“, gibt der Gewinner von drei Ironman-Rennen die Top-Ten als Minimalziel aus.

„Ich habe aus den Fehlern der letzten Jahre gelernt, weiß, worauf es ankommt.“ Das Motto des Niederösterreichers lautet: Geduldig sein!

„Ich muss mein Ding machen und an meine Stärken glauben. Auf den letzten 50 Kilometern beim Radfahren und am zweiten Halbmarathon kann man noch richtig viel Zeit und viele Plätze gutmachen.“

Deutsche Favoriten

Die Top-Favoriten auf den Weltmeister-Titel kommen aus Deutschland: Titelverteidiger Sebastian Kienle und 70.3-Weltmeister und Olympiasieger Jan Frodeno gelten als die heißesten Sieganwärter.

Dahinter ist alles möglich – auch für Michael Weiss.

„Ich möchte am Samstag ernten, was ich mit viel hartem Training und noch mehr Aufopferungen gesät habe.“

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