Hütthaler eilt von Sieg zu Sieg

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Erst Mallorca, jetzt St. Pölten: Hütthaler siegt in Serie

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Die Erfolgsserie von Lisa Hütthaler geht weiter: Erst vor zwei Wochen siegte die Österreicherin beim Ironman 70.3 in Mallorca.

Am Sonntag triumphierte sie in St. Pölten als erste rot-weiß-rote Athletin überhaupt in einer Gesamtzeit von 3:49:55 Stunden.

„Das ist ein Wahnsinn, aber jetzt bin ich komplett leer und brauche ein paar Wochen Pause. Ich habe nicht an die anderen gedacht, sondern bin mein Tempo gefahren.“

6 Grad beim Rennstart

Nach Absage des Schwimmbewerbs aufgrund der widrigen Wetterbedingungen – zum ursprünglichen Startzeitpunkt um 7 Uhr zeigte das Thermometer gerade einmal 6 Grad Celsius – sah im Damen-Rennen lange alles nach einem Duell von Hütthaler gegen die Holländerin Yvonne van Vlerken aus.

Das Duo startete Schulter an Schulter auf die Radstrecke und schenkte sich nichts: Exakt zwei Sekunden lagen nach 90,1 gefahrenen Kilometer zwischen den beiden Top-Damen.

Aus der zweiten Welle der Profi-Damen schlicht sich allerdings eine an, mit der niemand gerechnet hatte: Eva Nyström aus Schweden hatte am Ende der Radstrecke noch 2:30 Minuten Rückstand, zündete aber den Turbo und überholte van Vlerken im „Fernduell“ noch auf der Laufstrecke.

„Ich dachte ich bin nur Dritte. Im Zielbereich sagte man mir ich sei die Zweite. Ich kann mein Glück kaum fassen.“

Faire "Verliererin" Van Vlerken

Van Vlerken, die vor der Schwedin ins Ziel gekommen war, in der Nettozeit aber fünf Sekunden hinten lag, unterstrich ihren Ruf als faire Sportlerin.

„Eva hat einen unpackbar guten Halbmarathon auf die Straße gezaubert, sie hat den zweiten Platz verdient.“

Nachsatz: „Der Ausfall des Schwimmbewerbs war für mich nur von Vorteil, sofort mit dem Rad wegzufahren hat mir viel Spaß gemacht.“

Schlechter Tag für Ospaly

Drei Mal hatte der Tscheche Filip Ospaly in den vergangenen Jahren gesiegt, am Sonntag war es Zeit für die Wachablöse.

Der 28-jährige Belgier Bart Aernouts ist der neue Triathlon-König von St. Pölten.

Der regierende Duathlon-Europameister fühlte sich in der niederösterreichischen Landeshauptstadt auf Anhieb wohl und siegte souverän in 3:22:35 Stunden.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten der Deutsche Andreas Böcherer und der Spanier Eneko Llanos. Ospaly beendete das Rennen auf Platz elf.

Hartes Stück Arbeit

„Es war ein hartes Rennen und der Wind hat den Radbewerb wirklich schwierig gemacht. Da 90,1 Kilometer bei so hohem Tempo zu fahren, war schon ein hartes Stück Arbeit“, sagte Aernouts.

Ein Umstand, den Böcherer unterstrich: „Es war die richtige Entscheidung, den Schwimmbewerb abzusagen. Das Wetter und vor allem der Wind waren ein Wahnsinn.“

Eisige Temperaturen verhinderten den Schwimmstart der 2.400 Teilnehmer.

Trotz maximal 10 Grad Außentemperatur und 50 km/h starkem Wind  feuerten die begeisterten Zuschauer die Spitzensportler vom Rand der 90,1 Kilometer Rad- und 21,1 Kilometer langen Rennstrecke aus an.

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