Jubiläum ohne Weltrekord

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Raelert und Csomor gewinnen Jubiläums-Ironman

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Der deutsche Triathlon-Superstar Andreas Raelert hat den 15. Ironman Austria in souveräner Manier und mit starken einer Zeit von 7:59:51 Stunden gewonnen.

Raelert siegte mit 11:45 Minuten Vorsprung auf seinen Landsmann Maik Twelsiek bzw. 19:22 Minuten auf den Slowenen David Plese.

Bester Österreicher wurde Georg Swoboda als Siebenter in einer Zeit von 8:27:25 Stunden.

Eine Klasse für sich

Raelert erwies sich einmal mehr als brillanter Taktiker, der lange seine Karten verdeckt hielt: Mit 3:46 Minuten Rückstand auf den Führenden Philip Graves kam der Deutsche als Vierter von der Radstrecke, griff dann aber gnadenlos an.

Graves, der später wie bereits 2012 das Rennen aufgeben musste, konnte die Führung nur bis zu Laufkilometer zehn behaupten, ehe Raelert vorbei zog und einen ungefährdeten Sieg feierte.

Rund 100.000 Fans säumten erneut die Rennstrecke über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen.

„Vergisst man als Sportler nie"

Für Raelert ist es der erste Sieg bei einem Ironman, seit er 2010 die Frankfurter Sparkasse Ironman European Championship in Frankfurt gewann.

„Den Moment, wo du hier in Klagenfurt in die Finishline einbiegst, vergisst du als Sportler nie mehr in deinem Leben. Das ist ein sensationelles Rennen mit sensationellen Fans. Ich habe die letzten Meter unglaublich genossen, auch wenn ich jetzt große Schmerzen habe“, sagte Raelert nach seinem Sieg.

Auch der zweite Deutsche, Maik Twelsiek, streute dem Rennen Rosen: „Es war ein extrem harter Arbeitstag für mich und niemand kann sich vorstellen, wie müde ich jetzt bin. Aber diese Stimmung, da bekommt man als Athlet Gänsehaut.“

Swoboda auf Rang sieben

Bester Österreicher wurde der Niederösterreicher Georg Swoboda als Siebenter, 25 Sekunden vor Landsmann Vincent Rieß.

Weniger gut lief es für Franz Höfer: Der Salzburger, im Vorjahr bei seiner Ironman-Premiere auf Anhieb Vierter, muss nach einem Rad-Defekt aufgeben.

Der erste und bislang einzige heimische Sieger eines Ironman-Rennen ist Michael Weiss, der 2010 in St. George triumphieren konnte.

Zweiter Sieg für Csomor

Bei den Damen konnte die Ungarin Erika Csomor ihren Klagenfurt-Sieg von 2004 wiederholen.

Sie gewann nach 8:59:31 Stunden mit 5:11 Minuten Vorsprung auf die Schwedin Asa Lundström.

Csomor gewann in diesem Jahr bereits den Ironman Los Cabos, der 2013 erstmals ausgetragen wurde.

Dritte wurde die Irin Eimear Mullan mit 6:15 Minuten Rückstand. „Asa und ich haben uns da draußen ein Wahnsinns-Duell geliefert und ich kann ihr zu dieser Leistung nur gratulieren. Ich bin überglücklich, dass es hier in Klagenfurt geklappt hat, sonst hätte ich nach 2011 und 2012 ein unrühmliches Triple als Zweite hier in Klagenfurt feiern können“, sagte Csomor.

„Noch nie so gut gegangen"

Beste Österreicherin wurde Simone Helfenschneider-Ofner als Sechste in 9:19:36.

„Ich habe bis zum Ende gezögert, ob ich angreifen soll. So gut ist es mir noch nie nach einem Rennen gegangen. Ich freue mich riesig“, sagte die Österreicherin noch im Zielbereich.

Die Kärntnerin Eva Wutti musste ihre erste Langdistanz auf der Radstrecke abbrechen.

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