Brownlee-Brüder schlagen in Kitzbühel zu

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Der Brite Alistair Brownlee hat am Sonntag beim Triathlon in Kitzbühel ein eindrucksvolles Comeback auf der ITU World Series gefeiert.

Der 24-Jährige siegte auf der olympischen Distanz nach 1,5  km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen in 1:50:13 Stunden und verwies dabei seinen jüngeren Bruder Jonathan (+ 49 Sek.) und den Spanier Javier Gomez (1:05 Min.) auf die Plätze.

Bester Österreicher unter den 59 Startern war Luis Knabl als 27.

Lichtblick nach hartem Winter

Für Alistair Brownlee war sein dritter "Kitz"-Sieg nach 2009 und 2011 ein Comeback wie aus dem Bilderbuch, nachdem er sich im Februar eine Achillessehnenverletzung zugezogen hatte und erstmals in diesem Jahr auf der World-Tour am Start war.

"Mein Winter war furchtbar", meinte Brownlee, umso glücklicher war er schließlich über den Sieg: "Kitzbühel ist ein Rennen, auf das ich wirklich stolz bin. Jonny ist Zweiter, mehr kann man nicht erwarten."

Führungswechsel auf der Radstrecke

Nach dem Schwimmen lag der siegreiche Brownlee an der fünften Stelle, übernahm aber bereits beim Radfahren die Führung, die er beim Laufen sukzessive auf seinen Bruder ausbaute.

"Ich habe mich eigentlich gar nicht so gut gefühlt, aber es war einfach ein starkes Rennen. Beim Laufen kann ich noch mehr."

Eine Kampfansage an seine Konkurrenten, darunter den Russen Alexander Briuchankov, der Vierter wurde und seine Führung in der WM-Wertung verteidigte.

Brüder als Olympia-Favoriten

Damit sind die beiden britischen Brüder auch die erklärten Favoriten für den Olympia-Triathlon im August in London.

Das britische Team nutzte den Kitzbühel-Bewerb um seine Taktik für die Heimspiele zu überprüfen.

Stuart Hayes, der in Tirol 2010 gewonnen hatte, fungierte als Hase und war beim Radfahren lange in der Spitze dabei. Schließlich musste er dem hohen Tempo Tribut zollen und belegte nur Rang 29.

Frodeno für Knabl zu schnell

Ein tolles Rennen absolvierte der Tiroler Lokalmatador Knabl. Der Sieger des Triathlons bei den ersten olympischen Jugend-Sommerspielen 2010 in Singapur startete erstmals bei einem WM-Rennen und wurde mit 4:38 Minuten Rückstand bester Österreicher.

Nach dem Schwimmen im Schwarzsee stieg er gar als Achter aus dem Wasser und ging nach dem Radfahren als Zehnter auf die Laufstrecke.

"Da wollte ich mit Frodeno mitlaufen (Olympiasieger 2008 in Peking, Anm.), das war mir aber zu schnell und ich habe einige Zeit eingebüßt."

Vollauf zufrieden

Trotzdem strahlte der 20-Jährige im Kitzbüheler Ziel bei brütenden Temperaturen über das ganze Gesicht: "Ich bin komplett happy, ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft."

Auch Knabls gleichaltriger Trainingspartner Martin Bader aus Vorarlberg, bot eine tolle Leistung im Wasser und auf dem Rad, fiel erst beim Laufen auf Rang 39 zurück.

Das Trainingslager noch in den Knochen

Österreichs einziger Olympiastarter Andreas Giglmayr aus Salzburg kam über Platz 33 nicht hinaus.

"Blickrichtung Olympia bin ich aber zufrieden. Ich werde in London sicher frischer sein", sagte Giglmayr, der erst am Freitag direkt vom Höhentrainingslager in Davos nach Kitzbühel reiste.

Das Rennen in Tirol analysierte er in knappen Worten: "Das Schwimmen war miserabel, das Radfahren ging dann schon, die Laufleistung war aber sehr gut."

Zukunft offen

Der Triathlon in Kitzbühel war vorläufig der letzte der WM-Serie seit 2009.

2014 findet in der Tiroler "Wintersportmetropole" die Europameisterschaft statt.

Welches Rennen, ob WM-Serie, Welt- oder Europacup im nächsten Jahr stattfinden wird, ist derzeit noch offen.

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