Lisa Hütthaler meldet sich mit Platz zwei zurück

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Heimlich, still und leise hat sich Lisa Hütthaler auf der internationalen Triathlon-Bühne zurückgemeldet.

14 Monate nach der Geburt ihres Sohnes Nico und 210 Wochen seit ihrem letzten Triathlon ist die 28-Jährige beim „TriStar 111“ in Cannes - mit den Distanzen 1 km Schwimmen, 100 km Radfahren und 10 km Laufen - gestartet.

Und wie: Platz zwei hinter ihrer ehemaligen Weltcup-Kollegin Delphine Pelletier aus Frankreich.

Duathlon statt Triathlon

„Ein perfekter Einstieg! Und das mit nur vier Monaten Training in den Beinen“, freut sich die überführte Dopingsünderin über ihr erfolgreiches Comeback, das kurzfristig zustande gekommen ist.

„Ich habe es eigentlich Alexander Wurz zu verdanken, der das Rennen während einer Formel-1-Übertragung erwähnt hat. Erst dadurch begann ich mich konkret dafür zu interessieren.“

Interessant war dann auch das Wettkampfformat, denn aus dem Triathlon wurde ein Duathlon.

„Da es in Cannes geregnet und gestürmt hat und die Wellen meterhoch waren, haben sich die Veranstalter kurzfristig dazu entschieden, die Schwimmstrecke zu streichen.“

"Wilde Radstrecke"

Also Massenstart mit rund 1.000 TeilnehmerInnen beim Swim-Exit – mit den Neoprenanzügen ging es in die erste Wechselzone und aufs Rad.

Hütthaler: „Die Radstrecke war das Wildeste, das ich jemals mitgemacht habe. 1.500 m Höhendifferenz, wobei es alleine beim ersten Anstieg 23 km bergauf ging. Und das war nicht der einzige Berg“, so die Niederösterreicherin, die einst mit ihrem Doping-Geständnis eine Lawine ins Rollen brachte.

Obwohl sie ziemlich nervös war und ihren aktuellen Trainingszustand nicht einschätzen konnte, ging sie als Zweite auf die 10-km-Laufstrecke und verteidigte diesen Platz auch bis ins Ziel.

Mit letzter Kraft gerettet

Trotz Ehrenrunde vor der Finishline: „Die Streckenposten wollten mich nicht auf die Zielgerade lassen.“

Kurioser Grund: Hütthaler hatte zuvor die Entgegennahme eines weißen Bandes verweigert, das die Finisher kennzeichnet.

Noch kurioser: Sie hielt es für etwas Essbares. „Aber ich habe den zweiten Platz mit letzter Kraft gerettet!“

Viel F1-Prominenz am Start

Unweit der Formel-1-Hochburg Monaco durften im Starterfeld auch zahlreiche PS-Profis nicht fehlen.

Die „schnellste Runde“ brannte Alexander Wurz auf den Asphalt – der Wahl-Monegasse und begeisterte Triathlet wurde in einer Zeit von 2:12:55 Stunden 33.

Im „TriStar 55.5“. Der Brasilianer Lucas Di Grassi beendete das selbe Rennen in 2:18:53 Stunden als 50.

Jenson Button verzichtete kurzfristig auf seinen Start beim „TriStar 111“.

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