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Steirische Aufholjagd am Mont Blanc

Die Red Bull X-Alps gehen in die entscheidende Phase. Der Gesamtführende Christian Maurer ist nur noch 60 Kilometer vom Ziel in Monaco entfernt.

Noch am Mittwoch wird sich der Schweizer im Fürstentum aller Voraussicht mit Champagner duschen können.

Dahinter tobt der Kampf um die restlichen beiden Stockerlplätze. Erfreulicherweise geht es in die entscheidende Phase mit österreichischer Beteiligung.

Risikoreiche Route zum Matterhorn

Der Steirer Paul Guschlbauer liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Duell mit dem Rumänen Toma Coconea um Platz zwei.

Auf völlig unterschiedlichen Routen versuchen die beiden X-Alps-Athleten den schnellsten Weg zu finden – und sind dabei nur Kilometer voneinander getrennt.

Guschlbauer flog am Dienstag nach einem schmerzhaften Aufstieg auf 1.700 Meter über die risikoreiche Macugnaga-Route zum sechsten Wendepunkt am 4.478 Meter hohen Matterhorn und konnte rasch in Richtung Mont Blanc aufbrechen.

"Höhenluft setzt mir zu!"

Der Grazer ist erstmals bei der extremen Alpenüberquerung von Ost nach West dabei und ist auch am zehnten Tag der Tortur noch nicht am Ende seiner Kräfte angelangt.

Obwohl er seit 17. Juli 2011 und also dem Start in Salzburg insgesamt 1.252 Kilometer zurückgelegt hat.

Davon 711 im Flug und 541 zu Fuß. „Laut Statistik bin ich seit dem Start 100 Stunden gewandert und 21 Stunden geflogen. Die Höhenluft setzt mir am Meisten zu. Von den Fußmärschen möchte ich jetzt aber gar nicht mehr sprechen."

"Ich habe aber ein gutes Gefühl und glaube, dass ich es ins Ziel schaffe“, erklärt Guschlbauer, der sich über eine mögliche Platzierung noch keine Gedanken machen möchte.

Eichholzer kämpft mit Verfolgern

Mit Helmut Eichholzer ist noch ein zweiter rot-weiß-roter Extremsportler dabei.

Der Salzburger liegt auf Rang 10 und matcht sich mit einer Gruppe starker Verfolger, die alle den Anschluss auf Guschlbauer und Coconea nicht verlieren wollen.

Am Sonntag, 17. Juli waren 30 Piloten aus 22 Nationen in die Red Bull X-Alps 2011 gestartet.

Von Salzburg aus überqueren sie die Alpen und steuern das Fürstentum Monaco an.

Dabei müssen insgesamt acht Turnpoints in Österreich, Italien, Schweiz und Frankreich passiert werden - entweder mit Gleitschirm oder zu Fuß.

Das Live-Tracking zum Event gibt es auf der offiziellen Homepage.

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