Freiheit, Todesgefahr, Sucht - Wenn Sport extrem wird

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Worin liegt die Faszination, sich kopfüber eine Klippe hinunterzustürzen, mit dem Rad knapp 5.000 Kilometer Non-Stop quer durch Amerika oder über 100 Meter mit nur einem Atemzug in die Tiefe zu tauchen?

Grenzen überschreiten, sich außergewöhnlichen Risiken aussetzen und zu Helden der Neuzeit werden – darum geht es beim Ausüben eines sogenannten Extremsports.

Der Dokumentarfilm „Attention – A Life Iin Extremes“ zeigt anhand des österreichischen Ultra-Cyclisten Gerhard Gulewicz, des norwegischen Wingsuit-Flyers Halvor Angvik und des französischen Apnoe-Tauchers Guillaume Nery mithilfe eindrucksvoller und ausdrucksstarke Bilder, wie sich der Wunsch, auszubrechen, im „Extrem“-Fall äußern kann.

Definitionen verschieben sich

Der Film dokumentiert jedoch nicht nur, was diese drei Männer Außergewöhnliches leisten, sondern er hinterfragt auch.

Welche Motive stecken dahinter? Was ist überhaupt extrem? Was ist Sicherheit?

Die Definitionen verschieben sich je nach Blickrichtung, auch eine Familie mit drei Kindern und einem Hund kann für einige "extrem" sein.

Warum?

Neben den Sportlern selbst kommen Familie und Freunde ebenso zu Wort wie Sportmediziner, Experten und Soziologen.

Gemeinsam wird nach den Beweggründen derartiger Grenzerfahrungen geforscht.

„Physisch bewegt man sich zwischen Kleinkind und Superhelden“, beschreibt Gulewicz seinen Zustand während des Race Across America.

Auszeit

"Schon immer lag es in der Natur des Menschen, die Götter oder das Schicksal herauszufordern", erklärt ein Philosoph. Zudem steht die These im Raum, dass es in unserer modernen Gesellschaft immer extremere Mittel braucht, um aus der Realität fliehen und ebendiese ertragen zu können.

Untermalt von tollen Natur- und Action-Aufnahmen zeigt die Doku von Sascha Köllnreitner, dass sich die drei frei fühlen können, wenn sie ihre Sportart ausüben.

„Wir halten nicht mehr inne. Es wird immer schwieriger, sich eine Auszeit zu nehmen“, bestätigt auch Nery, der ohne Sauerstoffgerät in die unendlichen Weiten des Ozeans abtaucht. „Druck verändert die Form deines Körpers“.  Je tiefer man taucht, desto weniger Lungenvolumen steht einem zur Verfügung. „Das muss man akzeptieren und den Körper flexibel machen“, so der Franzose, der dies eindrucksvoll anhand seines Körpers demonstriert.

Nicht verherrlichend

Doch auch negative Aspekte werden angesprochen, Qualen, Schmerzen und Gefahren schonungslos aufgezeigt. Unser Gehirn kann „Opium produzieren“, die Sucht danach kann ebenso krankhaft werden wie jede andere auch.

Ein Wingsuit-Flyer wirkt zwar, als ob er fliegen könne, doch zahlreiche Tote nach misslungenen Sprüngen beweisen knallhart, dass die Realität anders aussieht.

"Der Tod war selbstverständlich ein Thema. Die Leistungssucht der Gesellschaft stand im Vordergrund. Da ging es um Fragen wie, wie gehen diese Charaktere in der Gesellschaft auf? Was hat die Gesellschaft von diesen Extremsportlern? Warum werden sie als Heroenfiguren betrachten? Warum brauchen wir immer noch Heroenfiguren?", beschreibt Regisseur Köllnreitner die zentralen Themen seines Films.

„Attention – A Life in Extremes“ begleitet drei Menschen bei dem Versuch, durch vollkommene physische so wie mentale Hingabe die Grenzen der Leistungsfähigkeit neu zu definieren, um sich dabei selbst zu finden.

Gewinnspiel

Ab 26. September ist  „Attention – A Life In Extremes“ in den österreichischen Kinos zu sehen.

Für die Premiere am 22. September um 20.15 Uhr im CINEPLEXX DONAU PLEX (Wagramerstraße 79, 1220 Wien) verlost LAOLA1 1x2 Karten.

Bei der Premiere anwesend sein werden auch Regisseur Sascha Köllnreitner sowie seine ProtagonistInnen Guillaume Néry, Gerhard Gulewicz, Halvor Angvik und Sportfotografin sowie Ex-Apnoetaucherin Julie Gautier.

 

Teilnahme

Wie nimmst du am Gewinnspiel teil? Schreibe uns in einem Satz, welche der drei Extremsportarten für dich den größten Reiz ausübt - Ultracycling, Apnoetauchen oder Wingsuit-Fliegen - und warum.

Postings werden nicht berücksichtigt, sende uns bitte eine Mail an redaktion@laola1.at

 

Henriette Werner

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