Die Krone nicht hergegeben

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Dolomitenmänner verteidigen ihre Krone

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Der Sieg bei der 25. Auflage des Red Bull Dolomitenmanns in Lienz ging an das Team Pure Encapsulations, welches sich auch im Vorjahr, damals noch unter dem Namen Robotunits, den Titel sicherte.

Bergläufer Azarya Weldemariam (ERI), Paragleiter Markus Prantl (ITA), Kanute Gerhard Schmid (AUT) und Mountainbiker Hannes Pallhuber (ITA) setzten sich vor Kolland Topsport und Salomon Österreich durch.

Das Wings for Life Team mit u.a. Andreas Goldberger und Benjamin Karl kam an 25. Stelle ins Ziel. Rund 50.000 begeisterte Zuschauer feuerten die insgesamt 125 Teams an.

Zahlreiche Promis

Unter strahlend blauem Himmel nahmen 500 Athleten aus 16 Nationen die Herausforderung Red Bull Dolomitenmann in Angriff. Drei Elemente, 60 Kilometer und 6.700 Höhenmeter sind nüchtern betrachtet die Fakten des Jubiläums-Bewerbes – gepaart mit
extremen Steigungen, unberechenbaren Winden, reißenden Fluten und rasanten Abfahrten.

Der Dolomitenmann-Vater Werner „Grizzly“ Grissmann lockte auch heuer wieder zahlreiche Spitzensportler in seine Heimatstadt.

Das Lienzer Urgestein, das heuer seinen 60. Geburtstag feierte, schickte mit traditionellem Startschuss unter anderen den Dolomitenmann-Experten Andi Goldberger, Mario Stecher, Jonathan Wyatt und Ahmed Arslan höchstpersönlich ins Rennen.

Hart, härter, die Strecke

Um Punkt 10 Uhr nahmen die Bergläufer auf zwölf Kilometern und
knapp 2.000 Höhenmetern den Kampf mit den Dolomiten bis zum Kühbodentörl auf.

Azarya Weldemariam (ERI) kam mit der beinharten Strecke am besten zurecht und schickte den Paragleiter Markus Prantl als Erster ins Rennen. Dieser erhob sich sogleich in die Lienzer Lüfte und steuerte mit einer Zwischenlandung auf der Moosalm samt Aufwärtspassage sein Ziel in Leisach an.

Dort stürzte sich Paddler Gerhard Schmid per 7-Meter-Startsprung ins Wildwasser. Zu guter Letzt machte sich Mountainbiker Hannes Pallhuber (ITA) auf den beschwerlichen Weg zurück in die Berge.

Die Titelverteidiger „Pure Encapsulations“ (2011: „Robotunits“) gaben die Führung nicht mehr aus der Hand und erreichten als erstes Team den Lienzer Hauptplatz: „Wir konnten den Titel verteidigen und sind überglücklich. Die Strecke hat uns alles abverlangt, aber die Strapazen zahlen sich trotzdem aus.“

"Ein würdiges Jubiläum"

Organisator Werner Grissmann war begeistert: „Es war ein würdiges Jubiläum! Wir hatten noch nie so viele Leute auf der Strecke. Stimmung, sportliche Leistung und das Wetter waren perfekt!“

Zwei Teams bestritten im Namen von Wings for Life das Rennen. Das Red Bull Team rund um Wendelin Ortner, der heuer zum 25. Mal dabei war, lag nach dem Bergläufer Ahmed Arslan (TUR) auf Rang 13.

Harald Hudetz (Kajak) konnte mit der schnellsten Zeit im Wasser Boden gut machen und Alban Lakata (Mountainbike) fuhr mit der zweitbesten Zeit in seiner Disziplin schließlich den 4. Platz ins Ziel.

Weitere prominente Athleten: Benjamin Karl (Snowboarder), Sam Sutton (Extrem- Kajak-Weltmeister), Paul Guschlbauer (Paragleiter), Norbert Langbrandtner (bester österreichischer Ironman), Vavrinec Hradilek (Silbermedaillen-Gewinner im Kajak-Einzel bei Olympia 2012, Hannes Aigner (Bronzemedaillen-Gewinner im Kajak-Einzel bei Olympia 2012).

Teamwertung

1. Pure Encapsulations (ERI, AUT, ITA), 03:57:15
2. Kolland Top Sport (ITA, AUT), 04:02:38
3. Salomon Österreich (NZL, AUT, FRA), 04:03:14
4. Red Bull Team (AUT, TUR), 04:09:29
5. Kleine Zeitung Team (KEN, AUT, CHE), 04:10:59

Disziplinen-Sieger

Berglauf: Azarya Weldemariam, ERI (1:22:38), Team Pure Encapsulations
Paragleiten: Markus Prantl, ITA (29:46), Team Pure Encapsulations
Kajak: Harald Hudetz, AUT (30:03), Red Bull Team
Mountainbike: Kristian Hynek, CZE (1:29:50), Team Odlo

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