China gegen den Rest der Welt

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"Ziel für uns ist ganz klar eine Medaille"

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Die 10-Millionen-Metropole Suzhou östlich von Shanghai ist ab Sonntag Schauplatz der achttägigen 53. Tischtennis-WM (LAOLA1.tv überträgt LIVE) in den Individualbewerben, der unumstrittene Höhepunkt im vorolympischen Jahr.

Sechs Österreicher gehen in China an die Platte. Die Medaillen hängen für die ÖTTV-Truppe sehr hoch, die Ex-Europameister Robert Gardos/Daniel Habesohn streben nichtsdestotrotz einen Doppel-Podestrang an.

ÖTTV-Parade-Doppel ambitioniert

Die Vize-Europameister 2013 sind als Nummer fünf gesetzt, das ist aufgrund komplizierter Setzungsarithmetik besser als Position vier.

"Ziel für uns ist ganz klar eine Medaille", erklärte Gardos vor dem Abflug. "Vor zwei Jahren standen wir schon im Viertelfinale."

Neu ist, dass einige der starken Chinesen diesmal mit ausländischen Partnern antreten, so etwa Ma Long mit dem deutschen Rekord-Europameister Timo Boll.

Gardos will in Top acht

Bei der Einzel-Setzung hatte Gardos weniger Glück, die günstigeren Top 16 verpasste der Weltranglisten-20. um einen Platz.

Die Gegner auf dem Weg ins von ihm auf jeden Fall eingeplante Achtelfinale dürften damit stärker sein, dennoch hofft der Tiroler sogar auf mehr. "Mein Ziel ist das Viertelfinale, da war ich noch nie. Sollte ich im Achtelfinale scheitern, wäre das okay, aber Ziel ist auf jeden Fall das Viertelfinale."

Hoffen auf gute Auslosung

Fix im Hauptfeld stehen auch Stefan Fegerl (49.), Daniel Habesohn (52.) und Chen Weixing (53.).

Bei guter Auslosung und Form ist vor allem für Fegerl und Habesohn ein weiterer Vorstoß im 128er-Raster möglich, wie Fegerl 2013 mit dem Einzug ins EM-Viertelfinale bewiesen hat.

Seine Ehefrau Li Qiangbing muss als Einzige im ÖTTV-Team in die am Sonntag (3.30 Uhr MESZ) startende Qualifikation.

Hochkarätiges Training für Liu Jia

Die bleibt Liu Jia natürlich erspart.

Die Ex-Europameisterin wird wie alle aus den Top 16 sogar erst am ersten Turniertag im Rahmen der Eröffnung ausgelost, die anderen Positionen im Raster werden schon vorher vergeben.

"Susi" hatte die Ehre, die letzte Vorbereitungsphase in Peking mit dem chinesischen Nationalteam zu absolvieren. 2001 hat es Liu in das WM-Viertelfinale geschafft, das Achtelfinale wäre papierformgemäß.

Dichtes Programm

Wie Gardos tritt Liu in allen drei Bewerben an, also auch im Mixed. Da sind die beiden gemeinsam als Nummer 19 gesetzt.

Fegerl/Li müssen in die Qualifikation. Das Mixed beginnt als einziger Hauptbewerb schon am Montag (13.30 Uhr), da aber gleich mit zwei Runden.

Im Doppel tritt Liu mit ihrer tschechischen Froschberg-Kollegin Iveta Vacenovska als Nummer zwölf an.

Deutsche gegen chinesische Übermacht

Die Einzel-Setzliste der Herren führen gleich vier Chinesen an, und zwar Ma Long, Xu Xin, Zhang Jike und Fan Zhendong.

Den unmittelbar dahinter gereihten Jun Mizutani (JPN), Dimitrij Ovtcharov (GER) und Boll werden die größten Chancen eingeräumt, der erste nicht-chinesische Weltmeister seit dem Niederösterreicher Werner Schlager (2003) zu werden.

Zhang Jike hat die bisher letzten beiden Einzel-WM-Titel geholt, 2011 und 2013.

Bei den Damen werden mit Ding Ning, Liu Shiwen und Li Xiaoxia drei Chinesinnen vorne gereiht.

Speziell die auf vier geführte Asien-Cup-Siegerin Feng Tianwei aus Singapur hofft auf ein Durchbrechen der chinesischen Phalanx.

Rund 530 Aktive aus 97 Nationen sind genannt. Fernseh-Stationen (LAOLA1.tv überträgt LIVE) aus 169 Ländern werden von den Titelkämpfen berichten.

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