Der leidende Zuschauer

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SVS NÖ scheidet mit 0:3 aus

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Der SVS Niederösterreich ist im Viertelfinale der Tischtennis-Champions-League klar ausgeschieden.

Österreichs Herren-Meister verlor das Rückspiel am Freitagabend im Schwechater Multiversum gegen den 1. FC Saarbrücken mit 0:3 und hatte nach dem 1:3 in der Hinpartie in Deutschland deutlich das Nachsehen.

Chen Weixing, Stefan Fegerl und Daniel Habesohn kassierten jeweils Niederlagen, Werner Schlager kam wegen Trainingsrückstands nicht zum Einsatz.

Fehlstart hingelegt

Die Partie begann aus Gastgeber-Sicht denkbar schlecht. Chen musste sich Joao Monteiro, der sich einen Wirbel ausgerenkt hatte, mit 1:3 (-9,-8,12,-1) geschlagen geben.

Fegerl war in der Folge gegen Bastian Steger knapp dran am Ausgleich, vermochte eine tolle Aufholjagd nach 0:2-Rückstand aber nicht erfolgreich zu beenden.

Der 22-Jährige ließ im fünften Satz (-3,-9,4,6,-11) auch einen Matchball ungenützt. "Das Spiel war okay. Ich hätte mir den Sieg verdient gehabt, weil ich besser gespielt habe. Leider habe ich aber nicht gewonnen. Ich habe beim Matchball nicht ganz an mich geglaubt", sagte Fegerl.

Hängende Köpfe

Mit dem 0:2 war die Partie bereits entschieden, Habesohn kassierte danach gegen Bojan Tokic noch eine 1:3-(-8,-5,5,-9)-Niederlage.

"Die Enttäuschung ist eigentlich schon sehr groß, es ist sehr bitter für uns", meinte ein enttäuschter Habesohn.

In der vergangenen Saison hatten die Niederösterreicher noch das Semifinale erreicht, dort mit Borussia Düsseldorf ebenfalls gegen einen deutschen Club den Kürzeren (1:3 und 2:3) gezogen.

Schlager litt mit

Die Schwechater hatten sich entschieden, auf Österreichs Aushängeschild Schlager zu verzichten.

"Meine Leistungsausbeute ist wegen meinem wenigen Trainingspensum viel zu schwankend", erklärte der Ex-Weltmeister. Für den 39-Jährigen war es schwierig, nur zuzuschauen.

"Nur hintenzusitzen ist am schlimmsten. Stefan war ganz knapp dran, ihm hat nur ein Quäntchen gefehlt. Danny hat sein Spielsystem nicht auf den Tisch bringen können. Ich hoffe, dass er das in den Griff bekommt", resümierte Schlager.

Keine Abkehr vom eingeschlagenen Weg

Trotz des Viertelfinal-Outs war der Niederösterreicher mit der Saison nicht unzufrieden. "Ohne asiatische Verstärkung kann man mit dem Viertelfinale absolut zufrieden sein", betonte Schlager.

Der Blick ist nun bereits in die Zukunft gerichtet. Geht es nach dem Wiener Neustädter soll auch nächste Saison kein asiatischer Spieler im SVS-Dress zu sehen sein.

"Es wäre fatal, jetzt einen Schritt retour zu machen. Man sieht, wie sich die Jungs weiterentwickeln. Es gibt einzelne Lichtblitze, sie haben es drauf", sagte Schlager, der unter einer Bedingung ebenfalls wieder in der Champions League im Einsatz sein will. "Wenn mich der Körper weiter so trägt."

Gardos ist weiter

Aufgestiegen ins Halbfinale ist hingegen Robert Gardos.

Mit dem französischen Team Chartres gab es einen 3:1-Heimsieg im Rückspiel gegen Bogoria, der Österreicher gewann sein Einzel gegen Wang Zeng Yi klar mit 3:0.

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