Österreicher glauben an Final-Einzug

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Linz AG Froschberg im Damen-Finale und Weinviertel Niederösterreich im Herren-Halbfinale gehen mit Rückständen in ihre Rückspiele der Tischtennis-Champions-League.

Aber zumindest die Linzerinnen dürfen sich gewisse Chancen ausrechnen, den Rückstand aufzuholen, um sich zum dritten Mal nach 2009 und 2013 den Titel zu holen. Läuft es wie vor sechs Jahren gegen Kroppach, gelänge der Titel-Coup.

Denn auch gegen die Deutschen war Froschberg daheim 2:3 unterlegen, auswärts ließen Liu Jia und Co. aber einen 3:1-Sieg folgen. Laut Club-Obmann Günther Renner könne sein Team außerdem mit viel weniger Druck antreten als Titelfavorit Fenerbahce.

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"Von ihnen wird der Titel erwartet, wir hingegen haben unser Ziel mit dem Finale schon erreicht", sagte Renner. "Es wird mit Sicherheit nicht leicht, aber Susi ist ausgezeichnet drauf."

Fenerbahce-Star fehlt

Die angesprochene Weltranglisten-Zwölfte Liu Jia hatte nach dem am 15. März verlorenen Hinspiel angemerkt, dass die Ausgangslage positiv sei. Das beruht vor allem darauf, dass die Türkinnen diesmal Wu Yang nicht im Team haben.

Die Weltranglisten-Siebente aus China steht in Vorbereitung auf die am Monatsende beginnenden Heim-Weltmeisterschaften in Suzhou und erhielt keine Freigabe. Stattdessen dürfte Landsfrau Wen Jia spielen. Renner: "Sie ist nicht unschlagbar."

Aber auch Österreichs Top-Club muss seine Aufstellung ändern, da Sofia Polcanova, die in Linz groß aufspielte, aus privaten Gründen - ihr Vater ist schwer erkrankt - fehlt.

Star-Power aus Russland

Das Wählen einer günstigen Aufstellung ist schon die halbe Miete, das ist beim Weinviertel-Match in Russland nicht anders. Gegner Orenburg hat aber sowieso kaum Schwächen, tritt mit dem deutschen Olympia-Dritten und Europameister Dimitri Ovtcharov, dem mehrfachen weißrussischen Europameister Wladimir Samsonow sowie dem Russen Alexej Smirnow an. Das Hinspiel am 14. März wurde in Wolkersdorf 1:3 verloren.

Gut und gerne hätte diese Begegnung aber auch 3:1 ausgehen können, da Stefan Fegerl und Hou Yingchao gegen Ovtcharov jeweils 2:0 in Front gelegen waren. Fegerl hatte gegen den Weltranglisten-Sechsten sogar drei Matchbälle. Ganz aufgeben wollte Weinviertel-Manager Johann Friedschröder die Aufstiegshoffnungen deshalb noch nicht: "Da müssen wir aber eine ähnliche Leistung wie im Hinspiel bringen, um mitzuhalten."

Jedenfalls sei der Semifinal-Einzug schon mehr als vor der Saison erträumt, immerhin hatte man den deutschen und französischen Meister in der Gruppe. Die Kaderplanung für nächste Saison ist bereits abgeschlossen, das Team bleibt mit Fegerl, Hou, Daniel und Dominik Habesohn unverändert.

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