Werner Schlager jagt EM-Medaille Nummer 18

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Die 30. Tischtennis-Europameisterschaften von Samstag bis Sonntag, 16. Oktober in Gdansk (Danzig) nehmen sieben österreichische Aktive in Angriff.

Einzige ÖTTV-Dame ist Li Qiangbing, da Vize-Europameisterin Liu Jia erst im Jänner international aus ihrer Baby-Pause zurückkommen wird.

Die Konzentration im österreichischen Lager gilt daher den Herren. Seit 1998 in Eindhoven bzw. neunmal in Folge hat es für Österreich immer zumindest eine Medaille gegeben.

Ziel heißt wieder Medaille

Medaillenchancen gibt es bei den Herren sowohl in Einzel, Doppel und vor allem mit der Mannschaft.

Rumänien, Frankreich und Griechenland sind am Wochenende die ÖTTV-Gegner in Gruppe C der Championship Division, in der es um die Ränge eins bis 16 geht.

"Unser Ziel ist in erster Linie hier eine Medaille", meinte ÖTTV-Sportdirektor Hans Friedinger.

Silber 2005 war der bisher größte Erfolg auf Team-Ebene, 2002, 2008 und 2009 gab es Bronze. Vergangenes Jahr in Ostrava reichte es nur zu Rang fünf.

Sorge um Schlagers Fitness

Wichtig für die Mannschaft ist, dass Werner Schlager gesundheitlich wieder voll auf der Höhe ist.

Der Ex-Weltmeister ist auch Österreichs größte Medaillenhoffnung im Einzel, holte er doch die letzten beiden seiner bisher 17 EM-Medaillen mit Einzel-Silber und -Bronze 2009 bzw. 2010.

"Die Frage ist, wie ich die Belastung vertrage", erklärte der seit vergangener Woche 39-Jährige. "Es sind doch mehrere Matches täglich zu spielen."

Gutes Gefühl gegen Europäer

Darum tritt der SVS-NÖ-Star auch nicht im Doppel an, kann sich nach der Mannschaft ab Donnerstag daher ganz auf das Einzel konzentrieren.

"Ich habe ein ganz gutes Gefühl, gegen Europäer spiele ich derzeit recht gut."

Tatsächlich unterlag Schlager in der noch jungen, fünf Wochen dauernden Saison mit einer Ausnahme nur Asiaten.

Habesohn, Fegerl, Weixing und Schlager haben gute Chancen

Chancen für ÖTTV-Asse

Der ebenso 39-jährige Chen Weixing wartet noch auf seinen großen Einzel-Coup, der 32-jährige Robert Gardos hat schon Bronze von 2008 auf der Habenseite.

Daniel Habesohn und Stefan Fegerl werden versuchen, die ein oder andere Runde zu überstehen. Das SVS-NÖ-Duo ist aber vor allem auch für die Mannschaft wichtig.

Friedinger: "Sie sind vollwertige Ersatzspieler, was uns eventuell einige neue taktische Varianten ermöglicht."

Habesohn rechnet sich zudem mit Gardos Doppel-Medaillenchancen aus, ebenso wie Li Qiangbing im Einzel. Die 26-Jährige trainiert dieser Tage noch konzentriert in der Werner Schlager Academy (WSA), reist nächste Woche an.

Boll ist der große Gejagte

In der an der Stadtgrenze zwischen Danzig und Sopot liegenden Ergo-Arena ist einmal mehr Timo Boll der große Star.

Mit dem deutschen Team und im Einzel geht der 13-fache Europameister jeweils auf seinen fünften EM-Titel los.

Sein drittes, im Vorjahr gewonnenes Gold verteidigt Boll nicht - nicht nur, weil Partner Christian Süss wegen einer Verletzung nicht dabei ist.

Damen-Titelverteidigerinnen sind die Niederlande und die Weißrussin Wiktoria Pawlowitsch, 4:3-Finalsiegerin gegen Liu Jia.

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