Mehr als Bronze ist nicht drinnen

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Das Finale des Mannschafts-Bewerbs im Rahmen der Tischtennis-Europameisterschaften in Gdansk (bei LAOLA1.tv im LIVE-Video) geht ohne österreichische Beteiligung über die Bühne.

Die ÖTTV-Auswahl musste sich am Dienstag im Halbfinale Schweden relativ klar mit 1:3 geschlagen geben und holte damit wie auch schon 2002, 2008 und 2009 Bronze.

Werner Schlager, der seine beiden Partien verlor, und Co. sorgten damit für die 28. EM-Medaille der ÖTTV-Geschichte.

Verletzung stört Rhythmus

Gardos bot zum Auftakt mit einem 3:0 gegen den 45-jährigen Olympia-Vierten Jörgen Persson eine starke Leistung.

In Durchgang drei holte er ein 1:7 auf, nutzte Matchball vier zu seinem dritten Sieg im Turnierverlauf. Danach begann Schlager gegen Pär Gerell souverän, eine Behandlungspause beim Skandinavier wegen einer Blessur der linken Schulter brachte ihn jedoch außer Tritt.

In einem ausgeglichenen fünften Satz sorgte Gerell mit seinem vierten Matchball für Schlagers zweite Niederlage in diesem Turnier.

Viel Risiko

"Das klingt vielleicht merkwürdig, aber genau durch seine Verletzung hat er das Spiel gewonnen", sagte Schlager.

Gerell habe daraufhin nur noch langsamere Bälle mit viel Rotation gespielt. "Damit bin ich wesentlich schlechter zurechtgekommen. Außerdem hat er beim Service unheimlich viel Risiko genommen und damit viele direkte Punkte gemacht", fügte der 39-Jährige hinzu.

Nicht den besten Tag

Danach stand Daniel Habesohn gegen Jens Lundqvist (-9,-10,-4) genauso auf verlorenem Posten wie Schlager gegen Persson (-8,-7,-8).

"Da war ich einfach körperlich k.o. Dadurch war ich auch mental nicht auf der Höhe und unkonzentriert. Ich habe kein richtiges Timing gefunden, die Hand war einfach nicht mehr schnell genug", analysierte Schlager.

Der Weltmeister von 2003 hatte auch auf einen Punkt von Habesohn gehofft. "Aber auch Danny hatte heute nicht seinen besten Tag", sagte Österreichs Aushängeschild.

Ohne Chen

Trotzdem durften sich Schlager und Co. über die fünfte Team-Medaille der ÖTTV-Historie (2005 gab es Silber) freuen.

"In Summe können wir mit Bronze sehr zufrieden sein, da wir das gesamte Turnier auf Chen Weixing wegen seiner Ellbogenverletzung verzichten mussten", zog Schlager ein positives Resümee.

Für den Niederösterreicher war es bereits die 18. EM-Medaille (2 Gold, 3 Silber, 13 Bronze). Auf dem Weg ins Halbfinale hatten die Österreicher noch vier 3:1-Siege gefeiert.

Gegen Deutschland

Der 14-fache Rekord-Europameister Schweden bekommt es im Finale am Mittwoch (18:30 Uhr) mit Deutschland zu tun.

Der Titelverteidiger feierte im zweiten Halbfinale gegen Portugal erwartungsgemäß einen 3:1-Erfolg und kämpft nun um den fünften Team-Titel in Folge.

Die beiden Teams sind bisher viermal im Finale aufeinandergetroffen, jedes Mal hatte sich Schweden durchgesetzt.

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