Gardos/Habesohn haben Medaille in der Tasche

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Robert Gardos und Daniel Habesohn haben einen aus Einzelsicht doch enttäuschenden Freitag bei den Tischtennis-Europameisterschaften noch gerettet.

Das ÖTTV-Duo zog ins Doppel-Halbfinale ein und hat damit eine Medaille schon sicher. Damit hat der ÖTTV zum elften Mal in Folge seit 1998 zumindest eine Medaille bei der EM geholt.

Es ist die erste Doppel-Medaille eines rein österreichischen Doppels seit Gold 2005 von Werner Schlager und Karl Jindrak (Aarhus). Schlager hatte danach auch noch mit Patrick Chila (2007/Belgrad/Bronze) und Trinko Keen (2008/St. Petersburg/Silber) jeweils eine Medaille geholt.

Die Nummer zwei ausgeschalten

Gardos/Habesohn mussten im Viertelfinal-Duell mit der als Nummer zwei gesetzten slowenisch-kroatischen Paarung Bojan Tokic/Aleksandar Karakasevic dreimal einem Satzrückstand nachlaufen, behielten in der Endphase aber die Nerven und holten die letzten beiden Sätze mit 11:8 und nach dem verwerteten zweiten Matchball und fast fünfzig Minuten 11:9.

Zuvor hatten sich die ÖTTV-Spieler gegen Pär Gerell/Jens Lundqvist aus Schweden mit 3:1 durchgesetzt.

Gardos/Habesohn haben die Medaille schon sicher, die Frage ist nun nur ob sie in Gold, Silber oder Bronze glänzt.

Erste Medaille für Habesohn

Für Habesohn ist es die erste Medaille, Gardos hatte 2008 bereits Einzel-Bronze gewonnen. Im Kampf um den Finaleinzug geht es am Samstag (14.30 Uhr) gegen die favorisierten Dimitrij Ovtcharov/Wladimir Samsonow (GER/BLR-3).

Für Stefan Fegerl/Feng Xiaoquan kam hingegen nach einem überraschenden Sieg gegen die topgesetzten Marcos Freitas/Andrej Gacina (POR/CRO) im Viertelfinale das Aus, sie mussten sich den Schweden Kristian und Mattias Karlsson deutlich mit 0:4 geschlagen geben.

Sofia Polcanova/Amelie Solja schieden im Achtelfinale gegen die topgesetzten Rumäninnen Daniela Dodean/Elizabeta Samara mit 1:3 aus.

Die Hoffnungen ruhen auf Liu Jia

Österreichs Hoffnungen auf eine Einzelmedaille bei den Tischtennis-Europameisterschaften in Herning ruhen nur noch auf Liu Jia.

Die 30-Jährige zog am Freitag als einzige ÖTTV-Spielerin ins Achtelfinale ein.

Wie bei den Damen für Sofia Polcanova kam auch bei den Herren für Werner Schlager, Chen Weixing, Stefan Fegerl (jeweils 2. Runde) nach überraschendem Erstrundensieg gegen Michael Maze sowie auch für Li Qiangbing, Amelie Solja, Robert Gardos, Daniel Habesohn und Feng Xiaoquan (alle 1. Runde) bereits frühzeitig das Aus.

Glatter Sieg für Liu

Liu musste bisher noch nicht ihr bestes Tischtennis auspacken. Gegen die Rumänin Cristina Hirici setzte sich die Oberösterreicherin mit 4:1 durch, und auch gegen die Ungarin Szandra Pergel musste sie beim klaren Erfolg nur einen Satz abgeben.

Im Kampf um den Viertelfinaleinzug geht es für Österreichs Nummer eins am Samstag (10.20 Uhr) gegen die Slowakin Barbora Balazova.

Polcanova konnte gegen die Russin Jana Noskowa noch einen ungefährdeten 4:0-Erfolg einfahren, war dafür in der Folge im Duell mit der Französin Xian Yi Fang chancenlos.

Li (3:4 gegen die Französin Carole Grundisch) und Amelie Solja (2:4 gegen die Deutsche Sabine Winter) blieben schon an der Auftakthürde hängen.

Fegerl konnte überraschen

Aus Herrensicht sorgte der als "Lucky Loser" in den Hauptbewerb gerutschte Fegerl mit dem sensationellen 4:2-Sieg gegen den als Nummer vier gesetzten Maze für das einzige Highlight des Tages.

Gegen den Europaranglisten-23. Jens Lundqvist lief es für Fegerl zu Beginn nach Maß, nach einer 2:1-Satzführung und einem 5:0-Vorsprung riss aber der Faden.

Der Schwede konnte den Satz noch drehen, die Durchgänge fünf und sechs holte er dann sicher.

Chen war nach einem knappen 4:2-Sieg gegen den Russen Grigorij Wlasow gegen den Polen Daniel Gorak in der Anfangsphase vollkommen von der Rolle.

Der Routinier wachte erst bei einem 0:3-Rückstand auf, konnte aber nur zwei Sätze für sich entscheiden und zog mit 2:4 den Kürzeren.

Auch Schlager scheitert in Runde zwei

Als letzter der Herrenriege verabschiedete sich Schlager aus dem Turnier. Der Ex-Weltmeister kassierte nach einem verdienten Auftaktsieg gegen den Russen Wasilij Lakejew gegen den Deutschen Patrick Franziskas eine gerechtfertigte 2:4-Niederlage.

Der 40-Jährige konnte die ersten drei Sätze offen gestalten, lag da mit 1:2 zurück. In der Entscheidung konnte er dem 20-jährigen Jugendeuropameister von 2009 aber nichts mehr entgegensetzen.

Für Gardos kam gegen den Engländer Liam Pitchford (2:4) überraschend schon in der ersten Runde das Aus.

Zudem unterlag Daniel Habesohn dem Tschechen Lubomir Jancarik genauso 0:4 wie Feng Xiaoquan dem Ungarn Adam Pattantyus.

 

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