SVS Ströck holt ETTU-Cup

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Erster ETTU-Cup-Sieg für SVS Ströck

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„Es ist die schönste Niederlage“.

SVS-Ströck-Manager Martin Sörös lief den ganzen Abend nervös durch die Halle der Werner Schlager Academy. Nach dem knappen 3:2-Hinspielsieg über Lyssois Lille im Finale des ETTU-Cups schien klar, dass sich auch im Rückspiel von Schwechat eine enge Angelegenheit entwickeln würde.

Es ließ sich nicht erahnen, wie knapp es werden sollte.

Ganze 24 Punkte trennten die beiden Mannschaften am Ende in der Gesamtabrechnung, nachdem die Niederösterreicherinnen wie zuvor ihre Gegnerinnen vor eigenem Publikum 2:3 unterlagen und das Satzverhältnis ebenfalls einen Gleichstand lieferte.

Genug Unterschied, um der jungen Damen-Abteilung des Vereins den ersten internationalen Titel zu bescheren.

Guter Auftakt durch Li Fen

Dabei hätte der Abend auch entspannter verlaufen können. Denn SVS-Ströck-Führungsspielerin Li Fen feierte einen wichtigen Auftaktsieg über Bernadette Szocs.

Ihre rumänische Gegnerin zeigte anfangs Unsicherheiten in der Spieleröffnung, konnte die ersten beiden Sätze trotzdem knapp gestalten. Li Fen behielt in den wenigen längeren Ballwechseln stets die Oberhand, was den Unterschied ausmachen sollte.

Nachdem Szocs den dritten Satz 12:10 erkämpfen konnte, schien sie im Spiel angekommen zu sein. Im vierten Durchgang riss der neugefundene Faden aber schnell und Li Fen konnte die Partie mit einem 11:1 für sich entscheiden.

Yang zu geduldig für Bilenko

Im zweiten Spiel bekam es die SVS-Verteidigerin Tatyana Bilenko mit Yang Xiaoxin, der Nummer eins des französischen Gegners, zu tun. Nach einem 11:7 im ersten Satz, bei dem Bilenko von vielen leichten Fehlern ihrer Kontrahentin profitierte, fand diese ihren Rhythmus.

Die Ukrainerin in Diensten des Schwechater Vereins konnte die sicher spielende Yang nicht zermürben. Eine Taktikumstellung – Bilenko wurde risikofreudiger – sollte keinen Erfolg bringen und den 1:1-Ausgleich für Lille nicht verhindern können.

Die nächste Partie wurde für das Gesamtergebnis entscheidend. Schon im Hinspiel zeigte sich, dass die dritte französische Spielerin, Agnes Le Lannic, der wunde Punkt im Kader Lilles ist.

Petra Lovas konnte diese Einschätzung bestätigen und sorgte bei ihrem ungefährdeten 3:0-Sieg für wichtige Punkte in der Gesamtabrechnung.

Spitzenduell geht verloren

Anschließend hätte Li Fen die Partie für den SVS Ströck entscheiden können, doch im Duell der beiden an Position eins gereihten Spielerinnen mit Yang Xiaoxin konnte sie sich nicht durchsetzen.

Yang wirkte stets aggressiver und setzte die schwedische Europameisterin gekonnt unter Druck. Hoffnung kam nur auf, als Li Fen im dritten Satz ein 11:0 erzwang.

In einem anschließend hart umkämpften vierten Satz behielt die Französin mit 12:10 die Oberhand, was den 2:2-Ausgleich und ein Entscheidungseinzel mit sich brachte.

Lille sichert sich Auswärtssieg

Dabei sollte es zum Duell zwischen Tatyana Bilenko und Bernadette Szocs kommen.

Letztere ließ ihre Teamkolleginnen und das gute Dutzend aus Frankreich mitgereister Fans jubeln, als sie mit einem klaren 3:0 zumindest den Sieg an diesem Abend fixierte.

Dass die Freude auf österreichischer Seite überwiegen sollte, bedurfte anschließend einen Moment des Nachrechnens. Mit dem Gleichstand nach Spielen und Sätzen entschieden die Einzelpunkte zugunsten des SVS Ströck über den Sieger des ETTU-Cups.

Neben dem dritten nationalen Meistertitel, den man vor kurzem feiern konnte, der größte Erfolg in der jungen Mannschaftsgeschichte.

 

Martin Sörös (SVS-Ströck-Manager): „Ich habe damit gerechnet, dass wir das Spiel 2:3 verlieren. Die Ausgangslage war eine gefährliche. Das Duell war vom allerersten Ball in Lille auf der Kippe. Der ETTU-Cup-Sieg hat einen hohen Stellenwert. In der Champions League hatten wir Riesenpech mit der Auslosung. Wir haben trotzdem nur um einen Punkt gegen den späteren Sieger Berlin den Aufstieg ins Halbfinale verpasst. Es war klar, dass der Letzte der schweren Vorrundengruppe die Mission ETTU-Cup angehen wird.“

 

SVS Ströck - Pongiste Lyssois Lille Metropole 2:3 (Hinspiel 3:2)

Li Fen – Bernadette Szocs 3:1 (9, 9, -10, 1)

Tatyana Bilenko – Yang Xiaoxin 1:3 (7, -7, -6, -9)

Petra Lovas – Agnes Le Lannic 3:0 (7, 4, 4)

Li Fen – Yang Xiaoxin 1:3 (-9, -8, 0, -10)

Tatyana Bilenko – Bernadette Szocs 0:3 (-10, -7, -8)

 

Die Highlights des ETTU-Cup-Finales auf LAOLA1.tv 

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