WM-Silber ist kein Trost

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Trotz Silber im nicht-olympischen Teambewerb überwiegt bei Corinna Kuhnle nach Platz acht bei der Kanuslalom-WM in den USA die Enttäuschung.

"Die Mannschaftsmedaille ist super, weil niemand damit gerechnet hat. Trotzdem überwiegt die Enttäuschung über meine Performance im Finale", sagte die Gesamtweltcup-Gewinnerin 2014.

Ein Schlag ins Wasser

Die Kanuslalom-Weltmeisterschaft im Skiresort Deep Creek Lake war für Österreichs beste Wildwasserkanutin teilweise ein Schlag ins Wasser.

Wie schon 2012 ging die zweifache Weltmeisterin und Medaillenmitfavoritin im olympischen Einzelrennen leer aus.

"Am Schluss habe ich das Rennen vermutlich im Kopf verloren", glaubt die Niederösterreicherin. "Im Slalom entscheiden Kleinigkeiten darüber, wer eine Medaille gewinnt und wer nicht."

Aus der Konzentration gebracht

Als Vorlauf-Achte und Halbfinal-Sechste hatte sich Kuhnle als einzige Österreicherin souverän für das WM-Finale der Top 10 qualifiziert. Aufgrund von Wind und Regen wurde das Finale am Sonntag (Ortszeit) immer wieder verschoben und mit einer Stunde Verspätung gestartet.

Für Kuhnle war schon nach vier Toren mit einer Stangenberührung der Medaillentraum geplatzt.

 

"Diese Aktion am Anfang hat mich völlig durcheinandergebracht. Ich spürte, dass die Medaillenchance mehr oder weniger dahin war." Am Ende rammte sie ein weiteres Tor.

"Nerven versagt"

Mit Viktoria Wolffhardt und Lisa Leitner holte sie danach aber überraschend WM-Silber. Kuhnle: "Die Silbermedaille ist toll, aber kein Trost."

Bei der sofortigen Analyse mit Trainer Michael Seibert kam heraus: "Bis Rio sind es noch zwei Jahre. Wenn ich dort um eine Medaille mitfahren will, und das möchte ich definitiv, dann muss ich im Kopf noch stärker werden. Ich war top vorbereitet, aber am Ende haben meine Nerven versagt", so die Niederösterreicherin.

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