Wenn Papa zum Handkuss kommt

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Da wird Training zur Verhandlungssache

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Mit dem eigenen Training ist es so eine Sache.

Viele finden es gut.

Angeblich ist man dadurch ausgeglichener, gesünder oder sieht sogar jünger aus.

Doch nicht jeder im persönlichen Umfeld kann sich damit restlos anfreunden. Bei einigen sind es Chefs, Freunde oder der Lebenspartner, die Unmut bekunden.

Im Leben von Patricia Wolf ist es Lena Marie. Ihre kleine Tochter. Sie hängt sehr an der Mama. Kein Wunder, mit knapp eineinhalb Jahren haben wir das angeblich ja alle gemacht. Da ist es oft nicht leicht für die Ex-Miss, sich einmal für ein oder zwei Stunden – wie sie es nennt – „freizuspielen“.

Doch es muss gehen. Schließlich findet am 4. Mai in St. Pölten das österreichische Event zum „Wings for life“- World Run statt. Ein noch nie dagewesenes Laufspektakel, dessen Reinerlös der Rückenmarksforschung zu Gute kommt. „Und das will ich nicht verpassen!“, so Wolf.

Im Interview mit LAOLA1 klärt Patricia Wolf, die gerade eine Ausbildung zur Fitness-Trainerin macht, auf, wie sie trotz Lena Marie zu Trainingszeit kommt und welche Rolle dabei ihr Gatte, Fußballer Daniel Wolf, spielt:

LAOLA1: Patricia, wenn man gerade wie du in der Trainer-Ausbildung steckt, bereitet man sich da auf den "Wings for Life"-World Run anders vor als man es sonst machen würde?

Patricia Wolf: Grundsätzlich kann man dieses Wissen dafür gut nutzen. Nur ist es für mich als Mami doch recht schwer, dass ich mich kontinuierlich und gezielt für einen Lauf vorbereite. Vieles ist Einteilungssache. Deshalb werde ich den Lauf in erster Linie bestreiten, weil es für die gute Sache ist und ich Spaß dran habe. Da habe ich jetzt keine Höchstleistung im Kopf. Alleine den Gedanken, dass ich solange laufen kann, bis mich das Catcher-Car einholt, finde ich cool. Außerdem fasziniert mich der internationale Ansatz mit lauter simultanen Events rund um den Globus.

LAOLA1: Kostet es einer Sportskanone wie dir eigentlich Überwindung zu trainieren?

Wolf: Ganz ehrlich trainiere ich lieber andere Sachen. Laufen ist jetzt nicht mein größtes Hobby (lacht). Aber im Endeffekt muss die allgemeine Fitness stimmen. Und ich glaube, das tut sie.

LAOLA1: Es ist anzunehmen, dass es als Jung-Mama noch schwieriger ist, Zeit und Muse für das Training zu finden.

Wolf: Alle Mütter, die trotz Job und Kind noch Sport betreiben, haben meinen größten Respekt. Ich versuche es auch. Manchmal gelingt es, manchmal nicht. Da muss dann das Zeitmanagement passen bzw. Oma oder Opa einspringen.

LAOLA1: Oder der Papa…

Wolf: Papa ist voll eingesetzt. Ein moderner Papa eben.

LAOLA1: Eine Frage der Erziehung?

Wolf: Die des Mannes? Auf alle Fälle (lacht)! Aber Daniel ist ohnehin so aufgewachsen, dass er sich da einbringt. Das Kind braucht einen Papa schließlich genauso wie eine Mama.

LAOLA1: Zurück zum "Wings for Life"-World Run: Wir kaufen dir nicht ab, dass du ganz ohne Ziel hineingehst. Würden dich als ehemalige Leistungssportlerin weniger als zehn Kilometer nicht wurmen?

Wolf: Doch, das würden sie. Ich bin schon sehr ehrgeizig, weswegen es am Ende auch mehr als zehn sein sollten. Da ich weiß, was ich in etwa drauf habe, sollte das auch machbar sein.

LAOLA1: Wie läuft das Training bislang?

Wolf: Das gemeine am Lauf-Training ist halt, dass der Anfang so hart ist. Da rennst du ein paar Kilometer und hast gleich ganz schwere Beine. Das ist echt fies! Wenn du aber da erstmal drüber bist, dann geht es viel leichter. Und an dem Punkt knabbere ich gerade.

Das Interview führte Reinhold Pühringer

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