WM-Hoffnungen ruhen auf den Damen

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Die österreichischen Turn-Nationalteams haben bei den für Freitag bis 12. Oktober angesetzten Turn-Weltmeisterschaften in Chinas Millionenstadt Nanning auch Olympia 2016 im Kopf.

Denn nur die Top 24 in der WM-Länderwertung sind bei der Glasgow-WM 2015 komplett dabei, womit die Chance auf Rio-Tickets größer ist.

Eine realistische Chance auf Erreichen dieses Ziels hat aber nur die Damen-Equipe.

Gute Vorzeichen

Denn da spricht man vom besten Team, das Österreich je hatte. Frei von Verletzungssorgen soll die wertvollste WM-Platzierung einer weiblichen ÖFT-Truppe in der WM-Geschichte fixiert werden.

Zwar steht aus 1985 ein 23. Platz, doch waren damals nicht einmal die Hälfte der nunmehrigen Teams dabei. Mit einer Leistung wie im Mai bei der Sofia-EM könnte es klappen.

Zuletzt hatte es 2010 in Rotterdam Platz 31 gegeben. "Ich sehe dem Wettkampf mit Optimismus entgegen"meinte ÖFT-Sportdirektorin Eva Pöttschacher.

Einige Ausfälle

Anders ist die Situation bei der österreichischen Herren-Mannschaft.

Vier WM-Teilnehmer vergangener Jahre sind wegen Blessuren nicht nominiert, Nationaltrainer Petr Koudela sieht für das sich daraus ergebende junge Team einen Platz um 30 als machbar.

"Es wird viel von der Tageverfassung abhängen", meinte der Coach. Herren-Sportdirektor Dieter Egermann hat zuletzt an der Aufstellung für die Geräte getüftelt. "Die nun gewählte Variante ergibt in der aktuellen Situation das potenziell beste Teamresultat."

14 Titel werden vergeben

Die Wettkämpfe werden im System 6-5-4 ausgetragen. Das bedeutet, dass in einem Sechser-Team fünf Aktive pro Gerät antreten und da die besten vier in die Wertung kommen.

Es wird das komplette olympische Programm geturnt, 14 Titel werden vergeben. Bei den Damen sind das Team, Einzelmehrkampf, Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden, bei den Herren Team, Einzelmehrkampf, Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck.

Nanning ist nicht Nanjing

Am Freitag/Samstag findet die 74 Länder umfassende Herren-Qualifikation statt, am Sonntag/Montag folgt jene für die 65 Damen-Teams.

Danach folgen in Zweitages-Blöcken die Team-Finali der Top 8, die Mehrkampf-Finali der Top 24 sowie die Gerätefinali der Top 8.

Die 6,5-Millionen-Stadt Nanning liegt übrigens rund 1.700 km vom etwa gleichgroßen Nanjing entfernt, das im vergangenen August Gastgeber der Olympischen Sommer-Jugendspiele war.

Damen Lisa Ecker
Olivia Jochum
Elisa Hämmerle
Jasmin Mader
Simone Penker
Jessica Stabinger
Hanna Grosch (Ersatz)
Herren Florian Braitsch
Michael Fussenegger
Vinzenz Höck
Lukas Kranzmüller
Severin Kranzmüller
Fabian Leimlehner
Johannes Schwab (Ersatz)
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