Olympischer Traum platzt auf der WM-Bühne

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Österreichs Turn-Herren werden bei den Olympischen Sommerspielen in London nicht dabei sein.

Keiner aus dem Trio Fabian Leimlehner, Marco Baldauf und Lukas Kranzlmüller ergatterte am Montag bei den Weltmeisterschaften in Tokio einen Platz unter den besten 48 Nationen, um in die nächste Olympia-Qualifikationsrunde aufzusteigen.

Als 49. im Nationen-Ranking verpasste die ÖFT-Riege das Ziel hauchdünn, die österreichischen Turnerinnen hatten es hingegen geschafft.

Patzer am Barren und Reck

Damit besteht zwar weiter die Chance auf Österreichs erste Turn-Olympiateilnahme seit 1964, doch das war für die österreichische Herren-Equipe an diesem Tag kein Trost.

Fabian Leimlehner erwischte einen schwarzen Tag, ihm misslangen die Übungen an seinen starken Geräten Barren und Reck. Nur am Sprung lief es optimal, rund vier Punkte fehlten auf sein Möglichstes.

"Ich habe alles verbockt, was zu verbocken ist", sagte er enttäuscht. "Ich finde noch keine Erklärung."

Gerade einmal in den Top-100

Mit einem Punkte-Total von 80,298 fehlten dem 24-jährigen Oberösterreicher 0,368 Zähler auf den Verbleib in der Olympia-Qualifikation.

Unter 261 Turnern aus 83 Ländern ergab das Rang 97. Der Vorarlberger Baldauf landete mit 80,231 Punkten zwei Plätze dahinter.

"Ich bin zwar mit meiner Leistung zufrieden", erklärte der 31-Jährige. "Dennoch überwiegt die Enttäuschung, dass ich es nicht mehr bis zu den Olympischen Spielen schaffen werde."

Zu wenig gezeigt

Kranzlmüller blieb mit 77,799 Punkten und Platz 119 unter seinen Möglichkeiten.

"Ich habe zu viele Fehler gemacht, konnte mein Potenzial nicht abrufen", meinte der 22-Jährige.

Mit einer Vorstellung im Bereich seiner persönlichen Bestmarke hätte auch der Linzer die Olympia-Chance wahren können.

Fehlende Breite

Nationalcoach Petr Koudela war tief enttäuscht. "Es hat sich äußerst schmerzhaft gezeigt, dass wir an eine Grenze stoßen", erläuterte der Trainer.

"Allen Erfolgen im Weltcup zum Trotz, schaffen wir den Sprung zu den Olympischen Spielen erneut nicht. Wir benötigen eine Systemverbesserung, um auf breiter Ebene abgesichert international konkurrenzfähig zu werden."

ÖFT-Sportdirektorin Katharina Wieser: "Nach so langer harter Arbeit das Ziel wegen eigener Fehler so hauchdünn verfehlen, schmerzt sehr."

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