Schuring und Schwarz paddeln getrennte Wege

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„Das war nicht meine Entscheidung. Da musst du Yvonne fragen.

Ihre Worte, aber vor allem ihre Stimme deuten darauf hin: Viktoria Schwarz wurde vor vollendete Tatsachen gestellt.

Die 27-Jährige sitzt plötzlich alleine in dem Boot, das voriges Jahr noch zum Weltmeistertitel und heuer zum fünften Platz bei den Olympischen Spielen über jeweils 500 Meter gepaddelt war. Schlagfrau Yvonne Schuring stieg aus, möchte künftig ihr Glück im Einer versuchen.

„Für die nächsten vier Jahr möchte ich mich einer neuen Herausforderung stellen“, nimmt die 34-Jährige die Spiele in Rio de Janeiro ins Visier.

Ebenfalls auf eigene Faust

Für Schwarz kommt das Ende der erfolgreichen Zusammenarbeit etwas plötzlich. Eine Trennung nach London sei in der Vergangenheit kein ernsthaftes Thema gewesen.

Auch wenn nicht immer alles eitel Wonne zwischen den beiden gewesen ist. Reibungspunkte gehören zu einem funktionierenden Team aber bekanntermaßen dazu.

Entmutigen will sich die Oberösterreicherin freilich nicht lassen. „Ich werde mich jetzt einmal auf mich konzentrieren und im Winter ebenfalls den Einer forcieren.“

Neuer Zweier?

Schwarz, die bereits das Training nach dem Urlaub wieder aufgenommen hat, will dann erst im Frühjahr schauen, wie es weitergeht. Ob im Einer oder doch mit einer neuen Partnerin, "das wird sich weisen.“

Eine Option wäre ein Zweier mit Ana Roxana Lehaci. Die Trainer-Tochter gilt als Versprechen für die Zukunft und ist auch Trainingskollegin von Schwarz. „Das wäre durchaus vorstellbar, aber warten wir einmal ab.“

Recht erfolgreich lief es für die Heeressportlerin zuletzt auch abseits des Wassers: Gemeinsam mit Rodler Andreas Linger, Handball-„Wuzzler“ Konrad Wilczynski, 60-m-Sprinter Martin Hackauf und Pisten-Kaiser Franz Klammer gewann sie den „Super10Kampf“ im Multiversum. „Das war ein Riesenspaß.“

Reinhold Pühringer

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