Der Schützenbund schießt zurück

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Schützenbund: "Farnik ist nicht gesperrt"

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Der heimische Schützenbund (ÖSB) schießt zurück.

In einer Aussendung nimmt der Verband Stellung zu den jüngsten Medienberichten zu Thomas Farnik und hält fest: "Er ist nicht gesperrt."

Anhand der Darstellung des ÖSB wurde der sechsfache Olympia-Teilnehmer aus den Kadern entlassen, um seinem Wunsch nach einer individuellen Vorbereitung nachzukommen.

Im Zuge der Olympischen Spiele hatte er Kritik an dieser sowie an der Betreuung durch den ÖSB geübt.

Zankapfel Materialkontrolle

Farnik hatte am Dienstag im "Kurier" von einer Sperre bei den Staatsmeisterschaften, die von 23. bis 25. August stattfanden, berichtet.

Diese sei laut ÖSB auf eine Nichtnominierung seitens des jeweiligen Landesverbands zurückzuführen. Der Wiener Verband hätte auf Farnik verzichtet. Grund sei die Materialkontrolle vor einem ÖSB-Bewerb durch einen dafür zuständigen Referenten gewesen.

"Thomas Farnik hat im Vorfeld der Staatsmeisterschaften vor Zeugen kundgetan, dass er einen Start ablehnen würde, sollte der ÖSB-Referent die Materialkontrolle vornehmen", heißt es in der Aussenung weiter. Da die Kontrollinstanz nicht wegen eines einzelnen Sportlers abgeändert werden könne, habe der Wiener Verband in Folge von einer Nominierung Farniks abgesehen.

Finanzielle Unklarheit

Die Streichung aus dem Kader wirft für den 45-Jährigen Fragen der Finanzierung auf. Eine Frist zur Stellung eines Team-Rot-Weiß-Rot-Einzelantrages soll der Wiener allerdings verstreichen haben lassen.

Weiters heißt es von Seiten des ÖSB, dass der Weltschütze des Jahres 1997 einen Aussprache-Termin am 8. September aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen konnte.

 

Auch gegen den Vorwürfe bezüglich der mangelnden Trainingsmöglichkeiten bei den Sommerspielen setzt sich der ÖSB zur Wehr.

"Seine geäußerte Kritik ist für uns nicht nachvollziehbar. Vielmehr war es so, dass seinerseits nicht alle angebotenen Trainingszeiten genutzt wurden."

Weiters beteuert der Verband, Farnik "in den letzten Jahren eine nahezu uneingeschränkte Unterstützung" zukommen haben zu lassen, um ihm "die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen". Was angesichts der anhaltenden Kritik des Routiniers allerdings nur schwer nachvollziehbar scheint.

Verhärtete Fronten

Gegenüber der APA kommentierte Farnik seine "Nicht-Zulassung" zu den Staatsmeisterschaften sowie die jüngsten Vorfälle so:

"Es ist Vieles vorgefallen. Es bauscht sich viel auf, ich bin in der Lage das zu tun. Ich hoffe, dass es den Jungen besser geht."

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