Was ist Doping? - Dopipedia klärt auf

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Ob nach der Tour de France.

Ob vor den olympischen Spielen in London.

Vor, während und noch lange nach jeglichen Wettkämpfen ist Doping ein geflügeltes Wort, das zum heutigen Sport leider dazugehören scheint.

Rund um den Substanzen-Missbrauch gibt es viele Fragen, deren Antworten nicht immer leicht zu finden sind.

Die NADA - die Nationale Anti-Doping Agentur Austria - bemüht sich um Aufklärung.

Die Kampagne Saubere Zeiten informiert unter www.saubere-zeiten.at über ein Thema, das nicht jeder gerne zur Sprache bringt.

Mit Dopipedia wurde ein interaktives Nachschlagewerk geschaffen, das eine Übersicht für alle bietet, die sich näher mit Doping, seinen Folgen, Ursachen und Motivationen beschäftigen wollen.

 

Ein kurzer Auszug:

 

Was ist Doping?

Der Ursprung des Begriffes "dop" basiert auf der Sprache der Ureinwohner des südöstlichen Afrikas und bezieht sich auf ein primitives alkoholisches Getränk, das während religiöser Zeremonien als Stimulans diente.

Andere Berichte erzählen, dass der Begriff "dop" auch von Zulu-Kämpfern benutzt wurde, um ein aus Weintraubenschalen und Cola-Bestandteilen zusammengesetztes alkoholisches Getränk zu beschreiben. Im Westen Afrikas war der Gebrauch von Cola-Nüssen während Laufwettkämpfen üblich.

Nach einer zweiten Erklärung kommt der Begriff aus der Sprache der niederländischen Einwanderer in Südafrika, der Buren. Auf Weingütern wurde regelmäßig (stündlich) ein Gläschen Wein verabreicht. Dieses wird bis heute "Dop" genannt.

Schließlich wurde die Bedeutung des Begriffes auf ein breiteres Spektrum von Substanzen ausgedehnt. Ihr Einsatz im Sport wurde als "Doping" bezeichnet. Das Wort "Doping" erschien das erste Mal 1889 in einem englischen Wörterbuch und bezeichnete eine Mischung aus Opium und Narkotika, die in dieser Zeit bei Pferderennen den Pferden verabreicht wurde.

 

Erste Definitionen

Lange Zeit wurde versucht, Doping als Verstoß gegen Ethik, Moral und Fair Play zu definieren. Eine dieser Dopingdefinitionen wurde beispielsweise 1963 vom Europäischen Rat für außerschulische Ausbildung formuliert:

"Doping ist die Verabreichung oder der Gebrauch von körperfremden Substanzen in jeder Form oder physiologischen Substanzen in abnormaler Form oder auf abnormalem Wege an gesunde Personen mit dem einzigen Ziel der künstlichen und unfairen Steigerung der Leistung für den Wettkampf."

Diese Art der Definitionen war juristisch nicht haltbar, da etwa die Begriffe "abnormale Form", "abnormale Wege", "künstliche Form" bzw. "unfaire Steigerung" bei weitem zu vage und undifferenziert sind. Eine Sanktion konnte aufgrund dieser und ähnlicher Definitionen nicht gesetzt werden.

 

 

Frühe Dopingfälle

  • 1865 - erster Dopingfall

    Der erste Dopingfall wurde unter Schwimmern beim Amsterdamer Kanalevent dokumentiert. Beschrieben ist die Einnahme einer nicht näher benannten Substanz mit leistungssteigernder Wirkung.
  • 1896 - Erster dokumentierter Doping-Todesfall

    In diesem Jahr ereignete sich der erste dokumentierte Dopingtodesfall im Radsport. Der englische Radrennfahrer A. Linton starb an Thyphus-Fieber, da sein Körper durch Dopingsubstanzen entscheidend geschwächt war und keine Abwehrkräfte aufbieten konnte.

  • 1904 - Doping bei Olympischen Spielen

    Beim St. Louis-Marathon kollabierte der Gewinner Tom Hicks. Die Ärzte stellten fest, dass er vor dem Rennen Strychnin genommen und Cognac getrunken hatte.

 

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