Fünf Säulen gegen Doping

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Saubere Zeiten: Fünf Säulen gegen Doping

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Doping ist ein Problemfeld, das zum Sport mittlerweile traurigerweise dazugehört.

Im Kampf gegen diese unlautere Methode der Wettbewerbsverzerrung hat die österreichische Anti-Doping Agentur NADA im Mai 2011 ein beispielhaftes Projekt gestartet.

Unter dem Slogan "Wer dopt, verliert" wird anhand von fünf Säulen Anti-Doping Bewusstseinsbildung betrieben, um "Saubere Zeiten" im Sport zu garantieren.

Alle Details zum Projekt gibt es unter www.saubere-zeiten.at


BREITENSPORT

Die Säule "Breitensport gegen Doping" betont die Wichtigkeit einer breiten Masse an Sporttreibenden als Basis für den Nachwuchs-, Leistungs- und Spitzensport.

Die Anti-Doping Bestimmungen gelten in Österreich zwar nur für den organisierten, vom Staat geförderten Sportbereich, trotzdem halten sich viele Sportler außerhalb dieses Systems freiwillig an diese Regelungen. Darüber hinaus werden strafrechtlich relevante Tatbestände wie Besitz, Handel und Weitergabe von Dopingsubstanzen auch im Breiten- und Freizeitsport geahndet.

Der Begriff "Doping" ist für den Leistungssport reserviert, im Breiten- und Freizeitsport spricht man von Medikamenten-Missbrauch. Die Absicht, die Leistung durch externe Substanzen verbessern zu wollen, ist in beiden Bereichen gleich, unabhängig davon, ob eine Substanz auf verboten ist oder nicht. Auch die gesundheitlichen Risiken, die dadurch entstehen sind ähnlich, wenn nicht sogar schwerwiegender.

Ziel ist es, Doping und Medikamenten-Missbrauch im Breiten- und Freizeitsport zu thematisieren, aufklärend zu wirken und den Umgang mit Medikamenten im Sport kritisch zu hinterfragen.

 

TRAINER

Die Säule "Trainer gegen Doping" beschäftigt sich mit der Zielgruppe Trainer und Betreuer von (jungen) Sportlern.

In den kommenden Jahren wird ein Schwerpunkt auf die Sensibilisierung für das Thema Doping und Medikamenten-Missbrauch gesetzt. Neben dem notwendigen Wissen, um die Athleten bei Anti-Doping Fragen beraten zu können, sollen auch Alternativen zu Doping angeboten werden.

Ziel ist es, Trainer und Betreuer dabei zu unterstützen, dass sie in ihrem Umfeld ein dopingkritisches Milieu aufbauen und so als Multiplikatoren eine wichtige Funktion im Kampf gegen Doping einnehmen.

 

JUGEND

Die Säule "Jugend gegen Doping" bildete den ersten Schwerpunkt der Kampagne und beschäftigt sich mit der Zielgruppe Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren und deren unmittelbares Umfeld in Familie und Verein.

Die Botschaft der Initiative - "Wer dopt, betrügt." - spiegelt die Einstellung der Kinder und Jugendlichen wieder, die Doping ganz klar als Lüge und Betrug ansehen.

Ziel ist es, junge Sportler dabei zu unterstützen, dass sie selbstbewusst und aus eigener Entscheidung gegen Doping und Medikamenten-Mmissbrauch eintreten. Dopingmentalität, also die Einstellung, dass zum Erreichen von Erfolgen oder Wohlbefinden externe Substanzen oder Hilfsmittelchen notwendig sind, wird meist schon früh gelernt. Hier gilt es entsprechend gegenzusteuern und den Glauben an die Selbstwirksamkeit der Jugendlichen zu stärken.

 

 

SPITZENSPORT

Die Säule "Spitzensport gegen Doping" betont die Bemühungen im Kampf für ein faires, sauberes Sportsystem und die Wichtigkeit der Vorbildwirkung der Top-Athleten.

Neben den für Leistungs- und Spitzensportler wichtigen Informationen im Bezug auf Rechte und Pflichten der Anti-Doping Bestimmungen wird hier ein Fokus auf die Bewusstseinsbildung zum Thema Doping und Medikamenten-Missbrauch gelegt.

Ziel ist es, Verstöße gegen die Anti-Doping Bestimmungen durch Unwissenheit oder Missverständnisse zu verhindern und die Athleten dabei zu unterstützen, eine dopingkritische Haltung vorzuleben.

 

ÄRZTE

Die Säule "Ärzte gegen Doping" beschäftigt sich mit der wichtigen Zielgruppe Ärzte und medizinisches Personal.

Therapeutische Behandlungen oder gar Selbstmedikationen bilden eine Quelle für unabsichtliche Verstöße gegen die Anti-Doping Bestimmungen. Hier gilt es, das Thema Doping und Medikamenten-Missbrauch im Sport zu thematisieren und geeignete Informationswege zu finden. Ärzte und medizinische Betreuer können, wie alle Personen aus dem Umfeld der Sportler, entscheidend dazu beitragen, dass ein dopingkritisches Milieu rund um den Sportler etabliert wird.

Ziel ist es, Ärzte und medizinisches Personal über die Anti-Doping Bestimmungen zu informieren und zu sensibilisieren. Sie sollen dabei unterstützt werden, im Umfeld des Sportlers ein dopingkritisches Milieu aufzubauen und so als Multiplikatoren eine wichtige Funktion im Kampf gegen Doping einzunehmen.

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