NADA forciert Blutpass

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NADA will 50er-Pool mit biologischem Blutpass

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Einen Pool mit rund 50 Athleten, die einen biologischen Blutpass führen - das ist eines der Ziele der nationalen Anti Doping Agentur (NADA Austria) für 2013.

Bereits 2012 befanden sich einige Sportler in dem Programm, für dessen Aussagekraft zehn bis zwölf Blutkontrollen pro Person im Jahr notwendig sind.

Dies teilte NADA-Geschäftsführer Michael Cepic am Montag auf einer Pressekonferenz in Wien mit.

Zu den ambitionierten Zielen, die aber wohl nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln erreicht werden können, hegt Cepic auch einen "Traum": jenen des dopingfreien Sports.

2 Mio. Euro Budget

Die NADA verfügte 2012 über ein Budget von 2.098.500 Euro, inklusive 450.000 Zusatzförderung für Präventionsarbeit.

Es wurden 2.274 Dopingkontrollen durchgeführt, das bedeutet einen Anstieg von 14,3 Prozent gegenüber 2011.

1.977-mal wurde Urin, 297-mal Blut kontrolliert. Der Verband mit den meisten Kontrollen außerhalb von Wettkämpfen war der Österreichische Skiverband (ÖSV) mit insgesamt 197 (104 Nordisch, 93 Alpin), es folgten Radsport (104), Fußball (90), Schwimmen (87), Leichtathletik (72), Rudern (48), Triathlon (46), Eishockey (40) und der Behindertensportverband (38).

12 auffällige Ergebnisse im Jahr 2012

2012 befanden sich 12 auffällige Analyseergebnisse unter den Proben, in fünf Fällen gab es eine gültige medizinische Ausnahmegenehmigung, drei Fälle wurden an andere nationale Anti Doping Agenturen bzw. internationale Fachverbände abgegeben, in zwei Fällen wurden die Verfahren bereits abgeschlossen, in zwei Fällen eingeleitet.

Bei nicht-analytischen Beweisverfahren gab es vier Fälle. Diesen 12 plus 4 Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen stehen 14 plus 10 von 2011 gegenüber.

Fall Pumper noch nicht abgeschlossen

2012 wurden fünf Anti-Doping-Verfahren abgeschlossen, jenes des Radsportlers Blaz Furdi, des Handballers Andrius Rackauskas, der Pferdesportler Boris Boor und Andrea Schöberl und des Langläufers Christian Hoffmann.

Noch immer nicht abgeschlossen ist der Fall der Leichtathletin Susanne Pumper.

Tests in Hinblick auf Sotschi

Bereits stark aktiv war die NADA 2013, vom Internationalen Skiverband (FIS) war sie mit der Durchführung der Dopingkontrollen bei der alpinen Ski-WM in Schladming zuständig.

Laut Cepic wurden 66 Urin- und 22 Blutkontrollen vorgenommen. Die Analyse fand im Dopingkontrolllabor in Seibersdorf statt.

In der zweiten Jahreshälfte wird es ein verstärktes Testprogramm für all jene Athleten und Athletinnen geben, die für den Kader der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi infrage kommen.

Präventionsarbeit ausgebaut

Neben der Erhöhung von Blutkontrollen, der verstärkten Einführung des biologischen Blutpasses und mehr Zielkontrollen gehört auch eine nochmals intensivierte Präventionsarbeit zu den wichtigsten NADA-Vorhaben für 2013.

Die Kampagnen laufen in den Bereichen Print, Online und On-Site (Vorträge, Seminare, Schulungen). 338 Mal pro Tag wurde www.nada.at im vergangenen Jahr angeklickt, die 88 Videos auf www.youtube.com/sauberezeiten wurden bis Ende 2012 58.032-mal aufgerufen.

"Doping ist Betrug"

Das Motto "Your sport - in your hands" soll bereits den 14-Jährigen ans Herz gelegt und ins Gewissen gerufen werden. "Wir werden Schulungen an den BORG's, Fußball- und Skiakademien durchführen", sagte Cepic. Die Teilnehmer werden mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

Cepic ist überzeugt, dass dank immer besserer wissenschaftlicher Methoden und einem Umdenken der Tag des dopingfreiem Sports kommen wird. "Wann das sein wird, kann ich aber nicht sagen."

Was er aber in der Meinung aller Beteiligten und der Öffentlichkeit verankert haben will: "Doping ist kein Kavaliersdelikt. Doping ist Betrug."

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