Morgenstern: "Spaß ist ein wichtiger Faktor"

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Mit Gesamt-Weltcupsieg, Weltmeistertitel von der Normalschanze und dem Erfolg bei der Vierschanzen-Tournee hat Thomas Morgenstern die heimischen Sportjournalisten überzeugt.

Der 25-jährige Kärntner wurde am Montag in der Eventpyramide Vösendorf zu Österreichs Sportler des Jahres 2011 gekürt, außerdem gehörte er auch der siegreichen Skispringer-Mannschaft an.

Zweiter Triumph

Es war bereits der zweite Triumph nach 2008 für den zweifachen Olympiasieger von Turin 2006. Einige Jahre später präsentiert sich der Skisprung-Star gereift, aber authentisch wie immer.

Gewandelt hat sich seine Einstellung. Nach einer schwierigen Phase, in der Gregor Schlierenzauer dem regierenden Weltcupsieger den Rang abgelaufen hatte, gilt nun Lockerheit und Spaß am Sport als oberste Maxime.

Erster Sieg mit 17

Das Riesentalent des Thomas Morgenstern hatte sich schon in seinem erst fünften Weltcup-Springen gezeigt. Als 17-Jähriger feierte er am 11. Jänner 2003 in Liberec seinen ersten Weltcup-Sieg.

"Ich war damals wie in einer anderen Welt, wie im Traum, es war einer der schönsten Momente meines Lebens", erinnerte sich der Kärntner einmal.

In der "New York Times"

Dass im Sport Triumph und Schmerz ganz nahe beieinander liegen können, musste Morgenstern auch schon früh erfahren. Rund zehn Monate nach seinem Premierensieg stürzte er in Kuusamo schwer.

"Es war ein spektakulärer Sturz, da habe ich es sogar in die New York Times geschafft", meinte er dazu später lachend. "Ich sehe das irgendwie als Startschuss für meine Karriere, da habe ich sehr viel daraus gelernt."

Große Lebensschule

Die Jahre im Spitzensport sind für ihn überhaupt eine große Lebensschule. Heute präsentiert sich Morgenstern, der mit Langzeit-Freundin Kristina im neuen Haus in Seeboden am Millstättersee lebt, nicht zuletzt dank neuer mentaler Betreuung abgeklärt, ruhig und gelassen.

"Stolz bin ich vor allem auf die Konstanz, die ich über die acht Jahre hatte. Ich war immer unter den ersten Sieben im Gesamt-Weltcup, abgesehen vom ersten Jahr, aber da war ich nur in circa zehn Springen dabei", sagte er am Ende der vergangenen Saison.

Spaß ein wichtiger Faktor

Der frühere Polizeischüler hat die Ausbildung zum Privatpiloten absolviert, derzeit ist im Sommer der Autorennsport sein liebstes Hobby. Morgenstern bestritt heuer zahlreiche Rennen. "Jetzt ist das Skispringen wieder voll im Fokus, aber nächstes Jahr möchte ich mit Autorennen weitermachen", sagte der Kärntner.

Der Spaß soll auch in seinem Hauptberuf an vorderster Stelle stehen. "Das ist ein wichtiger Faktor. Ich freue mich auf den Schnee, bin riesig motiviert, aber ich denke nicht ergebnisorientiert. Die weitere Entwicklung steht im Vordergrund."

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