Thomas Morgenstern, Herr der Lüfte

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Thomas Morgenstern gewinnt, bei den 15. World Helicopter Championships Zielona Gora (POL) den Titel in der Juniorenklasse und sichert sich damit gleich beim ersten Antreten eine Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft.

In der Klasse der Junioren, bis 250 Flugstunden, erreichen Morgenstern und sein Co-Pilot Philipp Köhle mit einer großartigen Leistung 1061,1 von möglichen 1200 Punkten.

Neue Leidenschaft

Nach vielen Erfolgen auf den Skisprung- und Skiflugschanzen dieser Welt fand Thomas Morgenstern in den vergangenen Monaten im Helikopter Sport eine neue Leidenschaft.

Auf die Empfehlung von Pilotenlegende Siegfried „Blacky“ Schwarz, nahm der Kärntner im September letzten Jahres erstmals an einem Lehrgang des Heliteam Austria teil. Bereits nach den ersten Versuchen packte den Kärntner der Ehrgeiz und schnell war klar, dass er eine neue Herausforderung gefunden hatte.

Insgesamt trainierte das ehemalige Skisprung-Ass 20 Stunden in der Luft um sich auf den ersten Wettkampf, die 15. World Helicopter Championships in Zielona Gora (POL) vorzubereiten.

Vier Disziplinen

Vom 12.-16.August war es dann soweit. Angetreten wurde in den Bewerben Navigation, Parallel Fender, Parallel Präzision und Parallel Slalom. Gleich am ersten Tag legte das Team Morgenstern/Köhle im Navigationsflug den Grundstein für den späteren Erfolg.

Die Crew bewältigte die an sie gestellten Aufgaben sehr gut, fand alle 10 Ziele und 3 Turningpoints, machte wenig Fehler und bekam die meisten Punktabzüge für eine zu schnelle Rückkehr.

Mit 231,5 Punkten von möglichen 300 konnte Thomas Morgenstern jedoch sehr zufrieden sein, war dies doch eine seiner vermeintlich schwächeren Disziplinen.

Viel Feingefühl

Am Freitag folgte dann der Parallel Fender Bewerb, bei dem ein Fender in den Höhen von 4m, 6m und 8m durch Tore geflogen und in mehrere Tonnen abgesenkt werden muss. Auch hier bewies Morgenstern sein Feingefühl in der Luft und erreichte gute 282,6 Punkte.

Danach mussten die weiteren Wettkämpfe leider verschoben werden und so wurde der Parallel Präzisionsbewerb auf den Samstag verlegt. Vor den Augen von einigen Tausend Zuschauern wurden schließlich am Finaltag die letzten beiden Bewerbe ausgetragen.

Nahezu fehlerlos

Die größte Überraschung gelang dem Duo Morgenstern/Köhle gleich zu Beginn des Tages im Präzisionsflug. Mit einer beinahe fehlerlosen Leistung machten sie 292,4 Punkte und zogen der Konkurrenz in der Juniorenwertung abermals ein Stück davon, bevor mit dem Slalom eine der Lieblingsdisziplinen von Morgenstern folgte.

In diesem Bewerb besteht die Aufgabe darin, einen Eimer aus einer Höhe von 3 Metern in einer Wassertonne zu füllen, diesen Eimer danach durch verschiedene Tore zu fliegen und schließlich auf einem Tisch genau in der Mitte abzustellen.

Das Anfliegen der Tore wird hierbei genau vorgegeben und der Pilot hat lediglich 2:15 Minuten für diese Übung Zeit. Morgenstern lieferte hier eine top Flugleistung ab und auch das Zusammenspiel mit seinem Co-Piloten Philipp Köhle, der den Eimer mit der Hand führen muss, funktionierte Perfekt.

Gesamt auf Rang 21

Mit einer großartigen Leistung erreichte das österreichische Duo 254,6 Punkte und sicherte sich den Junioren Weltmeistertitel vor den Teams aus Polen und Tschechien. In der allgemeinen Wertung landete Morgenstern damit auf einem äußerst erfolgreichen 21. Platz.

Thomas Morgenstern meinte nach dem Erfolg: „Ein super Gefühl! Als ersten Wettkampf gleich eine WM zu bestreiten ist nicht leicht, vor allem weil ich nicht genau wusste was mich hier erwarten wird. Ich muss zugeben vor dem ersten Bewerb war schon eine gesunde Portion Anspannung zu spüren aber als es dann los ging waren wir voll fokussiert. Ich finde wir haben uns toll geschlagen und mit unseren Leistungen in den einzelnen Bewerben bin ich sehr zufrieden.“

Für Thomas Morgenstern geht es nun erst einmal in den wohlverdienten Urlaub, doch die nächsten Helikopter-Projekte stehen bereits Anfang Herbst wieder an. Und auch das Training für weitere Wettkämpfe im Bereich des Helikopter Sports soll in Zukunft nicht zu kurz kommen.

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