"Meine Form ist so gut wie noch nie"

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Mit dem Selbstvertrauen der Titelverteidigerin und dementsprechend hohen Erwartungen nimmt Wildwasserkanutin Corinna Kuhnle die anstehende WM in Bratislava in Angriff

"Meine Form ist so gut wie noch nie, ich bin fit. Eine Medaille ist definitiv das Ziel", bekräftigte die Niederösterreicherin vor den am Mittwoch beginnenden Titelkämpfen bei Cunovo 20 Kilometer südlich der slowakischen Hauptstadt.

Perfekt auf Kurs vorbereitet

Die WM-Strecke auf der Donau nahe der Grenze zu Österreich kenne sie aufgrund zahlreicher Trainingseinheiten bestens, zudem gebe ihr der dort im Vorjahr errungene Vize-Europameistertitel zusätzlichen Auftrieb, so die 24-jährige Kajakfahrerin.

Bei der WM geht es aber nicht nur um die begehrten Medaillen, auch 14 Nationen-Quotenplätze für Olympia 2012 stehen auf dem Spiel. Kuhnle hat mit der WM- und Olympia-Dritten Violetta Oblinger-Peters starke teaminterne Konkurrenz.

Im Olympia-Rennen vorne

Im Kampf um den einzigen Startplatz für London, wähnt sie sich aber im Vorteil. "Bei den letzten Weltcups war ich immer vorne. Wenn alles normal läuft, sollte ich schneller sein", sagte Kuhnle nach den ersten Trainingsfahrten im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Nach hoffentlich überstandener Qualifikation (Mittwoch) und dem Halbfinale (Freitag) will sie im Endkampf der besten Zehn am Samstag, aller Olympiaquali-Gedanken ledig, volles Risiko nehmen.

Zweite Chance erst 2012

Bei Fahrten ohne Torfehler ist das Kraftpaket jedenfalls ein heißer Medaillentipp. Im vierteiligen Weltcup war heuer ein zweiter Platz in Leipzig ihr bestes Ergebnis. "Ich bin mit der Saison sehr zufrieden, ich war immer im Finale", betonte die Dritte der Gesamtwertung. Als WM-Topfavoritin hat sie in deren Heimrevier Weltcupsiegerin Jana Dukatova auf der Rechnung.

In den Herren-Bewerben kämpfen im Kajak der ehemalige WM-Dritte Helmut Oblinger und Herwig Natmessnig sowie Außenseiter Peter Draxl im Canadier ab Donnerstag um Spitzenergebnisse und die damit verbundene Olympia-Qualifikation.

Im Fall eines Misserfolgs bietet die EM 2012 in Augsburg eine zweite Chance, das Ticket für die Sommerspiele zu lösen. Dort werden noch je zwei Nationenplätze vergeben.

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