Bitterer Start bei Kanu-Heim-WM

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Österreichs Kanu-Elite im Wildwasser-Sprint hat am Samstag bei den Heim-Weltmeisterschaften in der VERBUND-Wasserarena auf der Wiener Donauinsel eine herbe Enttäuschung erlebt.

In den Qualifikationen der Individualbewerbe schaffte kein einziges Boot den Aufstieg in die für Sonntag angesetzten Finalläufe, die Hoffnung auf eine Top-Platzierung liegt somit auf den noch ausständigen Teamkonkurrenzen.

"Berühmtes Euzerl hat gefehlt"

"Für uns als Veranstalter ist das natürlich sehr bitter", meinte Österreichs Routinier und Teamchef Gerhard Schmid über die ernüchternde Zwischenbilanz.

Es hat sich wie ein roter Faden durch die Bewerbe gezogen, dass immer das berühmte Euzerl gefehlt hat."

Er hofft nun auf starke Teamleistungen im Kajak-Einer und im Canadier-Zweier. "Keine Top-Favoriten, aber einige Medaillenkandidaten", schätzte Schmid die Chancen ein.

Draxl/Filzwieser frustriert

Eine große Möglichkeit auf einen Podestplatz war vor allem den Gesamt-Weltcupsiegern Peter Draxl/Manuel Filzwieser im Canadier Zweier eingeräumt worden.

Im ersten Lauf hatte das Duo den direkten Aufstieg der Top 5 als Sechster verfehlt, im zweiten Lauf wurden die erforderlichen Top Ten durch einen Patzer in der letzten Kurve um drei Positionen verpasst.

"Der Frust ist natürlich sehr groß", sagte Draxl.

Schmid im Pech

Schmid selbst hatte Österreichs Hoffnungen im Kajak-Einer getragen, als 18. fehlten ihm 0,65 Sekunden auf die angepeilten Top 15.

"Ich dachte, dass ein fehlerfreier, sauberer Lauf für die Final-Qualifikation reichen würde. Im Endeffekt hätte ich mehr Druck machen sollen", ging der 45-fache Staatsmeister mit sich selbst hart ins Gericht.

Andreas Bosina durfte bei seinem WM-Debüt mit Rang 21 zufrieden sein.

Weratschnig: "Es war viel mehr drinnen"

Knapp am Aufstieg in die Top 12 vorbei ging es für Draxl im Canadier-Einer, er wurde 14. "Das war solide, aber vielleicht ein bisschen zu brav", gab der Steirer an.

Senkrechtstarterin Nina Weratschnig wurde im Kajak-Einer 16., in beiden Läufe fehlten die Weltcup-Zweiten vom vergangenen Sonntag auf der Mur wenige Zehntel.

"Es war viel mehr drinnen", musste die 17-jährige, eigentliche Slalomspezialistin eingestehen.

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