Helden aus der zweiten Reihe

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Die Helden aus der zweiten Reihe

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Ein Titel-Krimi, der in die Formel-1-Geschichte eingehen wird. Zettel und Schild sorgen für einen ÖSV-Doppelsieg in Aspen. Max Franz beweist als Zweiter in der Abfahrt von Lake Louise sein großes Potenzial.

In Lillehammer feiert das OSV-Skisprungteam den 100. Weltcup-Sieg unter Chef-Coach Alexander Pointner. Für Meister Salzburg setzt es in der Bundesliga eine überraschende Niederlage.

Eine komplette EBEL-Runde inklusive NHL-Stars geht über die Bühne. Barcelona-Superstar Lionel Messi nähert sich einem Uralt-Rekord von Gerd Müller. Real Madrid verliert in Spanien ebenso wie Juventus gegen Milan.

Das abgelaufene Sport-Wochenende hatte es wahrlich in sich. In der LAOLA1-Redaktion ging es noch turbulenter zu, als es normalerweise an einem Samstag oder Sonntag ohnehin schon der Fall ist.

Angesichts der Fülle nach Top-Stories geht da selbst einem Internet-Portal irgendwann der Platz aus.

Wir haben die vergangenen beiden Tage noch einmal Revue passieren lassen und jene Ereignisse herausgesucht, die normalerweise für mehr Aufsehen sorgen, diesmal aber nur unter ferner liefen liefen.

Schwimm-EM

Die Kurzbahn-EM in Chartres fiel zwar nicht ins Wasser, untergegangen ist sie aber trotzdem. Ein internationales Schwimm-Großereignis sorgt in Österreich mittlerweile eigentlich für größeres Aufsehen als es dieses Mal der Fall war. Die heimischen Goldfische wird es diesmal aber nicht sonderlich stören.  Schließlich reichte es nur zu einigen Achtungserfolgen. OSV-Medaillen tauchten in Chartres keine auf.

Schumacher-Abschied

Ein Karriereende einer internationalen Sportgröße wird meist in besonderem Ausmaß zelebriert. Michael Schumacher, seines Zeichens siebenfacher Formel-1-Weltmeister, konnte sich beim Grand Prix in Sao Paulo nicht über zu viel Trubel beschweren. Zu sehr stand der Abgang des 43-jährigen Deutschen im Schatten des nervenzerreißenden Titelkampfs zwischen seinem Landsmann Sebastian Vettel und Fernando Alonso. Schumi blieb aber cool: „Es ist ein schöner Moment, ihm das Feld zu überlassen.“

Kubica-Unfall

Als Robert Kubica noch selbst in der Formel 1 fuhr, galt der Pole zwar als großes Talent, der große Durchbruch blieb ihm aber verwehrt. An diesem Wochenende sorgte er dafür in der Rallye-WM für Furore: Klar in Führung liegend flog der Citroen-Pilot spektakulär von der Strecke. Sein Bolide ging nach der Bruchlandung in Flammen auf und blieb schwer beschädigt zurück. Dadurch hatte Kubica am Sonntag immerhin Zeit, sich seine ehemaligen Arbeitskollegen in Sao Paulo anzuschauen.

Wiesberger beim Tour-Finale

Erstmals war an diesem Wochenende ein österreichischer Profi-Golfer beim Final-Turnier der European PGA Tour in Doha mit von der Partie. Bernd Wiesberger kam dabei zwar nicht über den geteilten 42. Platz hinaus, rot-weiß-rote Sportgeschichte schrieb der 27-jährige Burgenländer aber schon alleine durch seine Teilnahme. Wenn sich Wiesbergers Golfspiel weiterhin so gut entwickelt, wird er sich die Schlagzeilen in Zukunft auch nicht mehr von F1-Titelkämpfen, Ski-Weltcup-Rennen und Bundesliga-Runden nehmen lassen.

Future-Tennis-Turniere

Während sich die großen Tennis-Stars im wohlverdienten Urlaub befinden, geht es auf der kleinen Future-Tour noch ordentlich zur Sache. Umso erfreulicher ist es da, dass am letzten Wochenende gleich drei Future-Turniersieger aus Österreich kamen. Dominic Thiem (Fes), Maximilian Neuchrist (Phnom Penh) und der schon 31-jährige Christian Magg (Sieg im Kigali-Finalie gegen Gerald Melzer) sorgten für drei rot-weiß-rote Future-Titel an einem Wochenende!

Mixed-Bewerb Skispringen

Mit einem gänzlich neuen Bewerb startete am Freitag die neue Skisprung-Saison. Die Premiere des Mixed-Bewerbs hatte aus heimischer Sicht sogar einen kleinen Skandal zu bieten. Schließlich wurde das ÖSV-Team wegen eines zu groß geratenen Anzugs von Andi Kofler sogar disqualifiziert.  „Das ist ihm selbst peinlich“, so Coach Alex Pointner. Dank des 41. Weltcups-Siegs von Gregor Schlierenzauer bzw. Pointers „100er“ redete zwei Tage später zum Glück niemand mehr vom Fauxpas des Tiroler Routiniers.

Rodeln

Für Österreichs erfolgsverwöhnte Rodler verlief der Start in die neue Saison nicht unbedingt nach Wunsch. Manuel Pfister war beim Weltcup-Auftakt in Igls war bester Nicht-Deutscher – unter dem Strich bedeutete das aber dann doch nur Platz sechs. Im Teambewerb blieb der ÖRV-Gruppe nur der undankbare vierte Rang.  Da auch die Damen nicht überzeugen konnten, sorgten Peter Penz und Georg Fischler als Dritte im Doppelsitzerbewerb für den einzigen Podestplatz. Hoffentlich haben sich die heimischen Rodler die Erfolgsmeldungen für die weniger ereignisreichen Winter-Wochenenden aufgehoben.

Christian Frühwald

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