Erfolgsranking: Klug deponiert Vorschläge

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Das letzte Wort rund um das umstrittene Erfolgsranking der österreichischen Sportverbände ist noch nicht gesprochen.

Nun schaltet sich auch Sportminister Gerald Klug ein.

Er lädt am Mittwoch einen Teil der für die Kriterien verantwortlichen Bundes-Sportkonferenz in sein Büro zu einer Feedbackrunde ein. Dabei deponiert Klug einige Vorschläge zur Verbesserung der Kriterien.

„Auch wenn die Umsetzung letztlich dem Bundes-Sportförderungsfonds obliegt, wurden die Vorschläge von den anwesenden Personen goutiert“, heißt vonseiten des Sportministeriums auf Nachfrage von LAOLA1.

Klug spricht sechs Punkte an

Neben den Mitarbeitern des Sportministeriums wohnen Astrid Stadler, Vorsitzende der Bundes-Sportkonferenz, Herbert Kocher, Christoph Schmölzer, Peter Schröcksnadel, Michael Sulzbacher, Thomas Wörz und Wolfgang Gotschke der Runde bei.

Klug, der sein Bekenntnis zur Leistungsorientierung in der Sportförderung bekräftigt, spricht sich für 2016 für eine Adjustierung der Kriterien in folgenden Punkten aus:

  • Klare Trennung in der Beurteilung von Mannschafts- und Einzelsportarten.
  • Größerer Fokus auf Olympische Sportarten.
  • Weiterentwicklung der Kriterien auch in Richtung individueller Zielerreichung und der Leistungsentwicklung eines Verbandes.
  • Bessere Kommunikation nach Innen und Außen mit voller Transparenz.
  • Weiterentwicklung der Bundes-Sportorganisation (BSO) aufgrund der neuen Rahmenbedingungen im Sport durch das neue Bundes-Sportförderungsgesetz.
  • Administrative Erleichterungen für die Verbände nach dem Einstiegsjahr 2014.

Später am Mittwoch findet eine außerordentliche Sitzung der Bundes-Sportkonferenz statt.

Gemäß LAOLA1-Informationen ist diese nach den jüngsten Reaktionen auf das Erfolgsranking einberufen worden.

Mögliche Maßnahmen kommen zu spät

Aus Sicht des Handball-Bundes (ÖHB), der mit Rang 36 klar außerhalb der vom Erfolgstopf profitierenden Top-25 liegt, kommen diese Reaktionen zu spät.

"Da ist eine Farce, der Schaden bis uns bereits angerichtet", spricht ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner von einer "Schweinerei".

"Man soll uns lieber erklären, wir wir uns auf die Herren-WM in Katar (im Jänner 2015; Anm.) mit 120.000 Euro weniger vorbereiten sollen."

Reinhold Pühringer

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