Alles Gute zum Muttertag!

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Alles Gute zum Muttertag!

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Eine Schwangerschaft ist für die meisten Spitzensportlerinnen ein Grund, ihre Karrieren an den Nagel zu hängen und sich voll und ganz auf ihre Mutterrolle zu konzentrieren.

Nicht viele Jung-Mamas wagen den Versuch nach der Babypause zurückzukehren.  Ein erfolgreiches Comeback schaffen nur die allerwenigsten.

LAOLA1 hat sich auf die Suche gemacht und nutzt den Muttertag um auf diese außergewöhnlichen Leistungen aufmerksam zu machen.

Wir wünschen allen Mamas einen schönen und erholsamen Ehrentag!

Ulrike Maier ist leider ein tragisches Beispiel für eine erfolgreiche Mutter im Spitzensport. 1989 gewinnt die Salzburgerin bei der WM in Vail Gold im Super-G und gibt bekannt, bereits im dritten Monat schwanger zu sein. Maier beendet die Saison vorzeitig und bringt Tochter Melanie auf die Welt. In der Saison 1989/90 kehrt sie auf die Pisten zurück, muss aber eine verletzungsbedingte Pause einlegen und feiert im Jänner 1991 erneut ein Comeback. Bei der Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm verteidigt sie trotz Trainingsrückstandes ihren Super-G-Titel und holt Silber im Riesentorlauf. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville bleibt ihr als Vierte im RTL und Fünfte im Super-G eine Medaille verwehrt. Am 28. November feiert Maier im Riesentorlauf in Park City ihren ersten von fünf Weltcupsiegen. Wenige Tage nach ihrem Erfolg im Maribor-RTL verunglückt Ulli Maier am 29. Jänner 1994 bei einem Sturz auf der Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen tödlich.

Violette Oblinger-Peters ist bei ihrer Fahrt zu Olympia-Bronze in Peking bereits im dritten Monat schwanger. Im April 2009 bringt die Europameisterin 2007 Sohn Milo Apollo Noa zur Welt. Nachdem es bei der WM 2009 für Platz fünf reichte, durfte die gebürtige Deutsche ein Jahr später über Bronze jubeln. Bei den Europameisterschaften 2011 gewann sie mit dem Team Silber. Bei der WM belegte sie Platz 6 und verpasste als Team-Vierte eine weitere Medaille knapp. Im Kampf um das Olympia-Ticket für London 2012 zog die neunfache österreichische Meisterin gegen Corinna Kuhnle den Kürzeren. Im Februar 2013 erblickte Sohn Ilai Hiro Phoenix das Licht der Welt. Ein Comeback ist für den Spätsommer geplant.

Sybille Bammer kommt erst nach der Geburt ihrer Tochter Tina 2001 so richtig auf Touren. Die Oberösterreicherin feiert beim Comeback-Turnier in Grenoble im Jänner 2002 ihren ersten von neun ITF-Titel. In Pattaya 2007 gewinnt Bammer ihren ersten WTA-Titel, dem ein zweiter 2009 in Prag folgen soll. In der Weltrangliste schafft es die Ottensheimerin bis auf Platz 19. Im Juli 2011 gibt sie ihren Rücktritt bekannt.

Liu Jia wird am 17. Juni 2011 erstmals Mutter einer Tochter. Nach nur vier Monaten Pause kehrt die ehemalige Europameisterin an die Platte zurück und feiert wenig später erste Siege. Bisheriges Highlight ist der Gewinn der Champions League mit Linz-Froschberg im März 2013.

Lindsay Davenport verkündet Ende 2006  mit ihrer Schwangerschaft auch ihren Rücktritt. Im Juni 2007 bringt sie Sohn Jagger Jonathan auf die Welt. Nur einen Monat später kündigte sie ihr Comeback an und gewann auf Anhieb das WTA-Turnier auf Bali. Es folgen Titel in Quebec, Auckland und Memphis. Im Juni 2009 wird Tochter Lauren Andrus geboren. Beim zweiten Comeback in Wimbledon 2010 scheitert die ehemalige Weltranglisten-Erste im Mixed mit Bob Bryan in der 2. Runde, feiert aber kurze Zeit später an der Seite von Liezel Huber in Standford ihren letzten Titel ehe sie dem Tennis-Zirkus endgültig den Rücken kehrt.

Ein äußerst erfolgreiches Comeback feiert Kim Clijsters. Die belgische Tennisspielerin beendete 2007 aufgrund gesundheitlicher Probleme ihre Karriere. Im März 2008 kommt Tochter Jada Ellie zur Welt. Im März 2009 kündigt die 42-fache Turniersiegerin ihr Comeback an und bestreitet in Cincinnati ihr erstes WTA-Turnier. Sie kommt bis ins Viertelfinale. Mit einer Wildcard startet Clijsters bei den US Open, die sie prompt zum zweiten Mal nach 2005 gewinnen kann. 2010 legt sie einen weiteren Sieg beim Grand-Slam-Turnier in New York und Titel in Brisbane, Miami, Cincinnati und den Tour Championships nach. 2011 triumphierte sie bei den Australian Open. Es folgen längere Verletzungspausen. Ihre Olympia-Premiere endet in London im Viertelfinale. Im August 2012 scheitert sie bei den US Open in Runde zwei und hängt den Schläger endgültig an den Nagel.

Leichtathletin Heike Drechsler kann nach der Geburt von Sohn Tony 1989 an ihre Erfolge anschließen. Bei den Olympischen Spielen gewinnt die Deutsche zwei Mal Gold im Weitsprung (1992, 2000). Weltmeisterschaften bescheren Drechsler  nach der Babypause 1991 zwei Mal Silber und Bronze im Weitsprung bzw. der 4x100-m-Staffel sowie 1993 Weitsprung-Gold. Weltcupsiege 1992 und 1998, ein Europacupsieg 2001, sowie drei weitere EM-Titel runden die Erfolge ab.

Triathletin Brigitte McMahon hat bereits einen Sohn, als sie 2000 in Sydney Olympiasiegerin und acht Monate später Mutter einer Tochter wird. Im Sommer 2001 gibt die Schweizerin ihr Comeback. Im Februar 2002 wird ihre zweite Tochter geboren. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen belegt sie Rang zehn. Im Juli 2005 tritt sie nach einer positiven Doping-Kontrolle zurück.

Schützin Katerina Emmons ist bei ihrem Olympiasieg im Luftgewehrschießen in Peking 2008 bereits im vierten Monat schwanger. Vier Jahre zuvor gewinnt die Tschechin Bronze in Athen. Bei den Spielen in London 2012 verpasst sie als Vierte eine weitere Medaille nur knapp.

Die erfolgreichste Schweizer Degenfechterin Gianna Hablützel-Bürki ist seit 1998 Mutter einer Tochter. 2000 körnte sie ihre Karriere mit Olympia-Silber in Sydney.  Bei der WM 2001 in Nimes gewann Hablützel-Bürki Bronze. Im Februar 2012 hat sie ihre Karriere beendet.

Mit Kerri Walsh zählt die erfolgreichste Beachvolleyballerin aller Zeiten zu den erfolgreichsten Müttern. Die US-Amerikanerin gibt 2009 ihr Comeback nach der ersten Babypause, wird kurz darauf aber erneut schwanger und bringt im Sommer 2010 ihr zweites Kind zur Welt. Nach nur wenigen Monaten Pause gewinnt sie im November 2010 die Thailand Open. 2011 muss sich die dreifache Weltmeisterin erst im WM-Finale geschlagen geben. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London ist sie aber nicht zu schlagen und gewinnt zum dritten Mal Olympia-Gold.

Biathletin Olga Zaitseva kehrt in der Saison 2008/09 nach zweijähriger Babypause in den Weltcup zurück. Bei der WM 2009 in Pyeongchang jubelt die Russin über Gold im Massenstart und der Staffel, sowie Bronze in Sprint und Verfolgung. 2010 wiederholt die Moskauerin bei den Olympischen Spielen in Vancouver mit der Staffel ihren Sieg von Turin 2006 und gewinnt Silber im Massenstart-Rennen. Sechs ihrer bisher zwölf Weltcupsiege feiert Zaitseva nach ihrem Comeback.

Gunda Niemann-Stirnemann kostet „ein kleiner Querschläger“ die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Salt Lake City 2002. 17 Monate nach der Geburt ihre Tochter Victoria feiert die dreifache Olympiasiegerin im Oktober 2003 mit dem Gewinn ihres 34. nationalen Titels (5.000 Meter) ein umjubeltes Comeback. Beim Weltcupfinale in Heerenveen schafft die 19-fache Weltrekordlerin Platz zwei und verpasst im März 2004 bei der WM in Seoul als vierte und fünfte knapp das Podest. Im Oktober 2005 muss die erfolgreichste Eisschnellläuferin aller Zeiten ihre Karriere wegen anhaltender Rückschmerzen endgültig beenden.

Eine weitere erfolgreiche Biathlon-Mutter ist Ann Kristin Flatland. Die Norwegerin wird im April 2012 Mutter einer Tochter und gibt im folgenden Herbst ihr Comeback. Nach Siegen im IBU-Cup kann sie auch ihr erstes Weltcuprennen, den Staffel-Bewerb in Ruhpolding gewinnen und jubelt bei der WM in Nove Mesto 2013 über Staffel-Gold.

Amelie Kober verzichtet bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver nach ihrem Ausscheiden im Viertelfinale auf einen Start im Platzierungsrennen. Der Grund: Die Deutsche ist schwanger. Drei  Monate nach der Geburt von Sohn Lorenz feiert die Olympia-Silberne von Turin ihr Comeback im Snowboardzirkus und qualifiziert sich bereits im dritten Rennen für die WM 2011 in La Molina, wo sie Vierte (PGS) und Sechste (PSL) wird. 2012 gewinnt sie beim Weltcup in Sudelfeld den Parallel-Riesentorlauf. Im März 2012 steht sie auch beim Weltcup-PGS in Valmalenco ganz oben. Zwei Jahre später darf Kober in Stoneham zwei Mal über Bronze jubeln. Ihren letzten Weltcupsieg feiert Kober im Jänner 2013 in Bad Gastein.

Skeleton-Pilotin Maya Pedersen-Bieri triumphiert zwei Jahre nach der Geburt ihrer Tochter Mirjam bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin. Bereits im Jahr zuvor gewinnt die Schweizerin bei der WM zum zweiten Mal nach 2001 Gold. Auch der EM-Titel 2006 ist ihr nicht zu nehmen. Bei der Heim-WM 2007 in St. Moritz wird Pedersen-Bieri wie bei der EM in Königsee Zweite. Die Saison 2007/08 lässt die achtfache Weltcupsiegerin aufgrund einer neuerlichen Schwangerschaft aus. Die Europameisterschaften in St. Moritz 2009 bringen ihr eine Bronze-Medaille. Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver bestreitet Pedersen-Bieri ihren letzten Wettkampf und verabschiedet sich mit Platz neun von der großen Skeleton-Bühne. Obwohl sie international nicht mehr aktiv ist, gewinnt sie 2011 und 2012 die Schweizer Meisterschaften und hält damit bei neun Titeln.

 

Euch fallen noch weitere Beispiele ein? Wir sind gespannt!

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