Strafen kosten das Podest

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Penalties kosten den Podestplatz

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Harte Juryentscheidungen und ein Materialdefekt im entscheidenden Rennen sorgten am Finaltag der Multihull World Series 2012 vor Muscat (Oman) am Boot von Doppelolympiasieger Roman Hagara und Hans Peter Steinacher für Unmut.

Mit den Plätzen 3, 5, 1, 5, 5, 5, 5 verpasste Red Bull Sailing das Podest knapp (4. Endrang).

Der Sieg ging an das Heimteam Oman Air, vor The Wave Muscat und Groupe Edmond de Rothschild (FRA).

Hagara angefressen

Red Bull Skipper Hagara kochte vor Wut, nachdem die Jury dem österreichischen Boot sogar im dritten Tagesrennen – als Red Bull souverän siegte – vor der Ziellinie einen Penalty aufbrummte.

„Wenn man zwei Mal am Start zurückgepfiffen wird, obwohl die Videos zeigen, dass wir nie und nimmer über der Linie waren, kann man nicht gewinnen“, zürnte Hagara.

Den verhängten Penalty – wegen einer angeblichen Behinderung eines direkten Konkurrenten am Start im vierten Tagesrennen - wollte der Doppelolympiasieger nicht kommentieren. „Da verbrenne ich mir heute nur die Zunge."

Alinghi zurück

Wie knapp die besten Multihull-Syndikate der Gegenwart zusammen liegen, zeigte der 7. Endrang des zweifachen Americas Cup Sieges Alinghi (SUI).

Matt Adams (Red Bull Trimmer): „Es ist brutal hart, alle Teams sind nahezu gleichwertig unterwegs. Das Glück wird heuer sicher noch auf unserer Seite sein. So viel Pech wie beim Saisonfinale 2011 in Singapur und beim Auftakt 2012 im Oman kann man eigentlich nicht haben.“

Verzwickte Sache

Trotzdem lag Red Bull vor dem letzten Rennen (doppelte Punkte) nur einen Punkt hinter dem Podest, hatte sogar noch Chancen auf den Gesamtsieg.

Beim Downwind-Start kam das Team aufgrund eines Materialdefekts jedoch nur an siebenter Position über die Startlinie, beendete das Rennen am 5. Rang.

Taktiker Steinacher: „Der Gennaker hat sich verklemmt, wir konnten keinen Speed aufbauen. Heute ist alles schief gegangen. Abhacken und weiterarbeiten.“

Nächster Halt: Qingdao

Der Red Bull Katamaran wird direkt nach China verschifft. Im Olympiarevier von Qingdao findet von 17. bis 20. April der zweite Saisonstopp statt.

Hagara/Steinacher/Matt Adams (UK)/Graeme Spence (AUS) werden in der Pause in Europa am Ersatzboot trainieren.

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