Fliegend zum Sieg

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Tollkühne Männer in ihren fliegenden Kisten

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Nico Delle Karth und Niko Resch sind hartes Training gewöhnt. Doch in den letzten Tagen kamen die 49er-Weltklassesegler an ihre Grenzen.

Die Olympia-Vierten wurden am Traunsee von den America’s-Cup-Siegern Tom Slingsby und Kyle Langford mit dem GC32 vertraut gemacht. Das Quartett wird als „AEZ GC32 Sailing Team“ an den Start gehen.

Die Katamarane werden ab morgen bei der Allianz Traunsee Woche für eine Weltpremiere sorgen: Erstmals werden außerhalb des America’s Cup Boote über das Wasser „fliegen“. Eine ausgeklügelte Technologie und sogenannte L-Foils machen’s möglich.

"Das ist unglaublich anstrengend"

„Das ist unglaublich anstrengend“, gibt Delle Karth vor dem Start zum GC32 Austria Cup zu.

„Aber es ist auch unglaublich lässig. Das Gefühl, wenn sich die Rümpfe aus dem Wasser heben, ist einzigartig. Und es ist spannend, einmal der zu sein, der lernt. Mit America’s-Cup-Siegern, die das Fliegen kennen, segelt man nicht jeden Tag.“

Für Niko Resch waren in den ersten Trainingseinheiten die Bewegungsabläufe das Problem: „Nichts ist automatisiert, man muss bei jedem Handgriff überlegen. Aber mit jeder Stunde auf dem Wasser wird es besser. Und das Tempo, das der GC32 in kürzester Zeit erreicht, ist atemberaubend.“

Das wird auch nötig sein, um gegen die Weltklasse-Konkurrenz bestehen zu können.

Austria Cup als perfektes Training

Vor allem die „Luna Rossa Challenge“ um den America’s-Cup-erprobten Francesco Bruni gilt als heißer Sieganwärter, ebenso das britische C3R-Team, in dem mit Paul Campbell James und Nick Hutto ebenfalls AC-Segler engagiert sind.

Für Tom Slingsby, den Taktiker beim sensationellen Triumph des „Oracle Team USA“ vor San Francisco, ist der GC32 Austria Cup ein perfektes Training.

„Es gibt nicht so viele Möglichkeiten, mit Booten, die jenen des America’s Cup ähnlich sind, zu segeln. Der GC32 ist perfekt. Auch wen er viel kleiner ist, bekommt man trotzdem das Gefühl wie auf dem 72-Fuß-Kat im America’s Cup", so Slingsby.

Der GC32 Austria Cup startet morgen vor Gmunden. Vorerst sind Wettfahrten im Fleet Race geplant, am Sonntag werden im Match Race die Sieger ermittelt.

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