Vadlau/Ogar verteidigen ihren WM-Titel

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Lara Vadlau und Jolanta Ogar segeln in bestechender Form den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro entgegen.

Das 470er Duo verteidigte nach Silber 2013 (La Rochelle) und Gold 2014 (Santander) vor Haifa erfolgreich die WM-Goldmedaille.

Im Medal Race der Top Ten am Samstag reichte ein vierter Platz, um den Titel locker vor den Britinnen Hannah Mills/Saskia Clark heimzubringen.

"Am Punkt" in Topform

Gold wäre den Österreicherinnen nur noch mit viel Pech zu nehmen gewesen, sie hatten vor der Medaillenentscheidung, in der es doppelte Punkte gibt, 18 Zähler Vorsprung auf Mills/Clark. Die Britinnen gewannen zwar die letzte Wettfahrt, jedoch hätten die Österreicherinnen darin Letzte werden müssen, damit ihnen der Titel noch abhandengekommen wäre.

"Die Form war am Punkt, wir sind schnell und taktisch sauber gesegelt, haben uns auch von den sehr schwierigen Verhältnissen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Jola war speziell in der ersten Wochenhälfte aufgrund ihrer Grippe stark gehandicapt, aber sie hat auf die Zähne gebissen und ist über sich hinausgewachsen", sagte die 21-jährige Steuerfrau Vadlau.

Man habe alles rausgeholt und sei dafür belohnt worden. "Damit bleibt unser Weg erfolgreich und das freut uns natürlich extrem, aber er ist noch nicht zu Ende. Wir müssen und werden hart weiterarbeiten, unser großes Ziel bleibt eine Medaille bei den Rio-Spielen im kommenden August."

Sportdirektor voll des Lobes

OeSV-Sportdirektor Georg Fundak hatte angesichts der souveränen Vorstellung nur lobende Worte übrig: "Es war eine sehr starke und beeindruckende Leistung, die zum exakt richtigen Zeitpunkt abgerufen wurde, das freut uns absolut und zeigt, dass die intensive Arbeit der letzten Monate Früchte getragen hat. Der Grundstein für diesen Erfolg war sicherlich die ausgezeichnete Bootsgeschwindigkeit, die sich die Mädchen beim letzten Rio-Training im September erarbeitet haben", meinte er.

Vadlau/Ogar sind wahrlich nicht zu bremsen. Der WM-Titel kommt nur knapp sieben Monate, nachdem sich Vadlau einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hatte, den sie mit Therapien behandelte. Die notwendige Operation soll erst nach den Sommerspielen folgen. Aber zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren gelang es der Kärntnerin, nach einer Knieverletzung sofort wieder in die Weltspitze zurückzukehren. Zuvor hatte sie sich im Juli 2013 den Meniskus im linken Knie gerissen, im Februar 2014 musste sie abermals das linke Knie operieren lassen (Kreuzband-und Meniskusriss).

Der Heimataufenthalt für die 470er-Teams wird übrigens nur kurz ausfallen, bereits am nächsten Sonntag geht es weiter zum Weltcupfinale nach Abu Dhabi weiter, Vadlau/Ogar sind Titelverteidigerinnen.

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