470er-Segler holen auf, Hagara-Team behält Führung

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Die 470er-Segler Matthias Schmid und Florian Reichstädter verbessern sich am vierten Tag der Weltmeisterschaft vor Fremantle (AUS) auf dem 19. Platz.

Da sich die besten 19 Nationen für die Olympischen Spiele qualifizieren, liegt das Duo, welches im bereinigten Ranking sogar den 15. Platz einnimmt, weiterhin voll auf Olympia-Kurs.

Erfreuliche Nachrichten auch von der Küste Singapus: Die Crew rund um Roman Hagara und Hans Peter Steinacher verteidigt die Führung bei der Finalregatta der Extreme Sailing World Series.

Der Vorsprung auf Verfolger Team aus Neuseeland beträgt allerdings nur mehr zwei Punkte.

Top-8 knapp verpasst

Vor Fremanlte spitzt sich gegen Ende der ersten WM-Woche das Gerangel um die begehrten Olympiafahrkarten zu.

In den Bootsklassen Finn und 470er wird die Finalphase eingeläutet. Schmid/Reichstädter, die in der Vorrunde bewusst konservativ und äußerst vorsichtig am Weg war, erhöht am Donnerstag wie angekündigt die Drehzahl.

Die beiden Wiener, die sich seit zehn Jahren das Cockpit teilen, mischen dank einer beherzten Fahrt lange Zeit in der Spitzengruppe mit und verpassen die Top-8 nach einem durchwachsenen Endspurt um lediglich zehn Sekunden und werden Zwölfte.

Die australischen Weltmeister Belcher/Page schlüpfen in die Goldtrikots der Führenden, Patience/Bithell (GBR), die die Qualifikation mit vier Tagessiegen dominiert haben, kommen über Rang 28 nicht hinaus.

Im Hinterfeld

Die Junioren Vize-Weltmeister David Bargehr und Lukas Mähr, die nach verpasster Qualifikation um die Plätze 41-80 segeln, rangieren vorläufig auf Platz 61.

Florian Raudaschl, der in der Finnklasse ebenfalls mit einem Einsatz in der Silver Fleet Vorlieb nehmen muss, ist derzeit 42.

Die Olympiapremiere des Wolfgangseers hängt nun vom Abschneiden bei der Weltmeisterschaft im kommenden Mai ab. Bei den Finn-Worlds 2012 vor Falmouth (GBR) werden die restlichen sechs Nationentickets vergeben.

Die Titelkämpfe werden am Freitag mit zwei weiteren Finaldurchgängen fortgesetzt.

Gelungener Auftakt

Vor Singapur zwingt am Donnerstag Windstille die Rennleitung den Start mehrfach zu verschieben. Rennen bei drehendem Wind, unter grenzwertigen Bedingungen, folgen.

Red Bull Sailing mit Hagara und Steinacher an Bord startet mit einem dritten Rang in den Tag und baut damit die Führung im Zwischenklassement aus, während die direkten Verfolger Groupe Edmond de Rothschild und Luna Rossa Prada im geschlagenen Feld landen.

Zu viel riskiert

Die weiteren Rennen verlaufen nicht nach Wunsch. Zwei Mal muss sich RB-Sailing nach Frühstarts in der bestbesetzten Segelserie der Welt nach vorne kämpfen.

"Hier hängt alles vom Start ab, daher haben wir riskiert. Ein Mal waren wir viel zu Früh dran, ein Mal hatten wir Pech. Umso mehr freut es mich, dass wir dank kluger Entscheidungen in beiden Rennen Plätze gut machen konnten. Die Plätze sechs und sieben sind noch in Ordnung", erklärt Roman Hagara.

Im letzten Rennen sorgt ein Windloch für Probleme und "parkt" Red Bull an der zweiten Wendetonne.

Taktiker Steinacher: "Kann passieren. Passierte auch den anderen Teams. Insofern sind wir glimpflich davon gekommen und konzentrieren uns bereits auf den Freitag."

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