Christian Pfann und Crew gewinnen "Round Palagruza"

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Nach 3 Tagen und 13 Stunden beendet ein wahrer Sekunden-Krimi das "Round Palagruza Cannonball 2013".

Sekunden-Krimi im Hafen von Biograd

Der Wiener Skipper Christian Pfann und seine "sail4one-racing"-Crew entscheiden die wohl härteste Langstrecken-Regatta der Adria 37 Sekunden vor Martin Hartl, der das Rennen zuletzt drei Mal in Serie gewinnen konnte, für sich.

Beide Teams steuern eine Bavaria 40cs über die 360-Seemeilen-Strecke mit Start und Ziel im kroatischen Biograd. Christian Pfann, kommandiert seine Truppe mit David Höllinger, Berndt Schweiger, Günter Korn, Bernd Nawrata, Clemens Seidl und Cristian Pronay auf der Bavaria B40cs "Malemok III", Hartl ist Skipper auf der "Zombie".

Sieger-Trophäe wiegt 76 kg

Das Siegerteam darf als Auszeichnung nicht nur das geschmiedete Segelboot für den Klassen-Erfolg mit nach Hause nehmen, sondern auch eine gewichtige neue Trophäe. Der "Siegerpokal" wiegt 76 kg ist die Nachbildung der Felseninsel Palagruza aus Vollmetall und geht an das schnellste Schiff beider Einheitsklassen.

Der "Koloss" ist ausgerechnet vom dreifachen Sieger des RPC, Martin Hartl zur Verfügung gestellt worden.

Christian Fuczik und Team gewinnen 42er-Klasse

Dritter bei den Bavaria 40cs, die sich im Duell der Bootsklassen letztendlich doch gegen die traditionelle Palagruza-Klasse Bavaria 42 match durchsetzen, wird Bernhard Bader mit dem Team "Site Bau" auf der "B-52".

Spannend verläuft auch der Spitzentanz bei den 42er-Booten. Skipper Christian Fuczik führt sein Team auf der "Sydney" zum Sieg vor der "Cape Town" mit Raimund Reissner und dem Team Marmind mit Skipper Nik Königshofer auf der "New York".

Südwind treibt alle 31 Schiffe über die Ziellinie

Vor der letzten Nacht des Rennens sieht es kurzfristig so aus, als würden einige Boote die Deadline für die Zieleinfahrt vor dem dalmatinischen Hafen Biograd nicht erreichen.

Doch schließlich kommt nach lähmender Flaute sogar recht starker Südwind auf und fegt die 31 Yachten größtenteils unter Spinnaker über die Linie.

Viele Am-Wind-Abschnitte

Die sechste Auflage der Langstrecken-Regatta ist die längste, wahrscheinlich auch die zermürbendste RPC-Regatta bisher. 360 Seemeilen misst die kürzest mögliche Kursline der beinharten Langstrecke.

Aufgrund der vielen Am-Wind-Abschnitte werden einige Boote wohl auf über 500 tatsächlich gesegelte Meilen gekommen sein.

Regen, Kälte und schwierige Wellen

Die Charakteristik des RPC 2013 hatte jedenfalls alles zu bieten, was das Hochseesegeln ausmacht - Viele Flautenfelder, Regen, drehende Winde, instabile Wetterlage, kalte, mondlose Nächte, dann wieder längere Abschnitte mit guten Winden, jedoch mit oft schwierig auszusteuernder Welle.

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