Delle Karth gibt grünes Licht für WM

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Nach seinem Innenbandriss früher als erwartet wieder fit ist 49er-Ass Nico Delle-Karth.

Der 27-jährige Tiroler wird mit seinen Kollegen aus dem Olympia-Kader am Samstag die Reise ins westaustralische Fremantle antreten, wo ab 3. Dezember die Segel-Weltmeisterschaften auf dem Programm stehen.

Die Eroberung von Olympia-Quotenplätzen hat oberste Priorität.

Vor dem Abflug in den Sommer kühlten sich die Wassersportler noch beim Eis- und Schnee-Training auf vier Rädern auf dem Gletscher oberhalb von Sölden ab.

Noch Schmerzen

"Vom Knie her bin ich wieder bei neunzig Prozent, der Meniskus tut noch ein bisserl weh. Es ist die Frage, wie schnell es vom Kopf her beim Segeln wieder geht, dass ich mich traue, die Bewegung zu machen", sagte Delle-Karth.

Vorschoter Niko Resch trainierte während der Therapien seines Steuermanns mit dem Deutschen Leopold Fricke sowie dem zweiten rot-weiß-roten 49er-Boot Thomas Zajac/Thomas Czajka.

"Es ist nicht das gleiche, wie wenn ich mit Nico auf dem Boot bin, aber zumindest habe ich einfach das Gefühl am Boot nicht verloren und bin bereit, Nico wieder nach vorne zu bringen und uns gut für die WM vorzubereiten", erklärte Resch.

Favoriten sind andere

In Fremantle 20 Kilometer südlich von Perth werden 75 Prozent der Nationentickets für London 2012 vergeben, Delle Karth/Resch zählen sich nach der Verletzung bei zu erwartenden Starkwind-Bedingungen nicht mehr zum Medaillen-Favoritenkreis.

"Da sind wir Außenseiterteam. Aber es kann auch sein, dass wir nur am Vormittag segeln und die Verhältnisse ganz anders sind, drehend und böig und eher leicht oder wechselnd eben. Und wenn das passiert, dann haben wir alle Chancen zu gewinnen, können aber auch Zwanzigster werden", erläuterte Delle-Karth, wie schwierig Prognosen für dieses Revier sind.

Viel auf Achse

In Wettkampflaune ist der zweifache Gesamtweltcupsieger jedenfalls bereits wieder, wie er am Montag und Dienstag beim "BMW Winter Technic Drive" in Sölden zeigte, wo das Allradsystem BMW xDrive bei anspruchsvollen Bedingungen ausgiebig getestet wurde und die Sportler bei den diversen Aufgaben die Zeit mitstoppten.

"Es ist cool, die Autos bei diesen Bedingungen zu fahren. Wir sind jedes Jahr 30.000 Kilometer mit dem Hänger unterwegs und sehen das als Fahrsicherheitstraining, auch wenn wir natürlich nicht so viel auf Schnee unterwegs sind. Wichtig ist, dass wir mit dem Auto umgehen können."

London-Tickets bereits fix

Neben den vier 49er-Athleten übten auch die 470er Matthias Schmid/Florian Reichstädter und David Bargehr/Lukas Mähr (Junioren-Vizeweltmeister) sowie Sonarsegler Sven Reiger und Trainer Peter Krimbacher auf gefrorenem Terrain.

Reiger ist mit seinen Kollegen Kurt Badstöber und Edmund Rath allen anderen österreichischen Seglern einen Schritt voraus, das Trio hat die Qualifikation für sein Großereignis 2012, die Paralympischen Spiele in London, bereits in der Tasche.

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