Das Potential für Siege ist da

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"Wir sind eines der Teams, das gewinnen kann"

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Beim Auftakt im Dezember in Melbourne sind sie Dritte gewesen, vor Miami folgte im Jänner ein Sieg, der insgesamt vierte in der Karriere des 49er-Duos Nico Delle Karth/Niko Resch im Weltcup.

Ab Montag wollen sie bei der olympische Segelwoche vor Hyeres an die gezeigten Leistungen anschließen.

Die Saison bringt mit der Rio-Testregatta im August und der November-WM in Buenos Aires späte Höhepunkte.

"Status gilt es zu behalten"

"Wir sind im Moment unter den Teams, die eine Regatta gewinnen können. Diesen Status gilt es zu behalten", sagte Steuermann Delle Karth im Gespräch mit der APA.

Nach einem dem Konditionstraining vorbehaltenen Februar erfolgte die Wasser-Vorbereitung zuletzt in Cagliari (Sardinien). "Das Jahr wird lang, es sind so viele Höhepunkte drinnen, die man irgendwie mit seiner Form vereinbaren muss." Die EM wird diesmal ausgelassen.

Mit Platz vier bei der WM im vergangenen September in Santander haben Delle Karth\/Resch ein Nationenticket für die Sommerspiele geholt, der Rio-Countdown beginnt für sie aber erst im Juli 2016 nach der letzten Veranstaltung vor Olympia.

Olympische Spiele als großes Ziel

"Natürlich schaust du auf das große Ziel Olympische Spiele, aber die großen Regatten davor sind genauso wichtig, du willst ja die Leute vorher einmal geschlagen haben. Du willst Olympiasieger werden, das ist schön und gut, aber wenn du vorher nicht gewonnen hast, ist das unwahrscheinlich."

"Und bei der WM oder im Weltcup zu gewinnen, das sind die Ziele, auf die wir hinarbeiten. Wenn wir nur für Rio 2016 trainieren würden, würden wir wahrscheinlich mit Lagerkoller herumsitzen", erläuterte Delle Karth.

Ein hochaktuelles Thema sind die Boote. Eines ist gerade auf dem Weg nach Rio, das dort für die Trainingslager im Juli, August und September zur Verfügung stehen soll.

Aufregung um Boote

Im Gegenzug kommt jenes aus Brasilien retour. Das darf bei den Spielen nicht gefahren werden. Hintergrund ist die Problematik um das Boot der Australier, die eines hatten, das von einem Hersteller nur ihnen verkauft worden ist, was eigentlich als unlauter gilt.

Der Tiroler Delle Karth dazu: "Es gab keine andere Chance, das Boot rauszubringen als mit einer Regeländerung, die aber keine ist. Also hat man gesagt, Boote ab einer bestimmten Nummer sind gültig. Wir haben unseres im Dezember 2012 gekauft, ab August 2013 wäre legal gewesen."

Nun müsse man im Laufe der Saison zu einem neuen Boot - gewählt wird zwischen einem neuseeländischen und englischen Hersteller - kommen, denn bei den vielen Schauplätzen von wichtigen Regatten wie Rio de Janeiro, Buenos Aires, Abu Dhabi, Miami, Clearwater gilt es genau zu planen, wohin welches Boot verschickt wird.

"Happy" mit dem neuen Boot

"In Europa brauchen wir auch eines. Im Moment sind wir beim Brainstorming." Nach Brasilien ist ein "nagelneues" unterwegs, das "potenziell für die Spiele da ist".

Drei Tage bei allerdings "viel zu viel Wind" habe man es vor Cagliari getestet. "Wir haben gute Erfahrungen, auch wenn wir zu wenig Zeit hatten, es ordentlich zu testen. Aber es ist in Ordnung, sodass wir es unbeschwert nach Rio schicken konnten. Ein gutes Boot, wir sind happy", versicherte Delle Karth.

Athleten mit entsprechendem seglerischen Niveau erkennen rasch, ob ein Boot geeignet ist. "Wenn es sich schnell anfühlt, dann spüren es beide, ebenso wenn etwas stört", meinte der Kärntner Vorschoter Resch.

Lob an den Verband

Die Olympiavierten von 2012 haben sich seit London/Weymouth nochmals gesteigert.

"Wir sind noch einen Schritt näher dahin gekommen, wo wir hinwollen. Wir müssen schauen, dass wir es jetzt ohne große Verletzungs- oder andere Pausen bis zu den Spielen hinbekommen, wie wir uns das wünschen. Das schaut ganz gut aus", meinte Delle Karth hoffnungsvoll.

Er freut sich auch über die nochmals verbesserte Arbeit des Verbandes. "Der Segelverband hat auf Peking und London aufgebaut, ist nochmals ein Stück weitergegangen, wenn ich alleine die Bereiche Meteorologie und Strömung hernehme."

"Das Wissen im ganzen Team ist in allem viel größer geworden. Der Trainerstab arbeitet zusammen, zwischen den Klassen ist mehr Austausch da, die Vernetzung funktioniert."

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