Kollision und Teilerfolge

Aufmacherbild
 

Kollision, Penalty und Teilerfolge

Aufmacherbild
 

Roman Hagara und Hans Peter Steinacher segeln bei den America's Cup World Series im Golf von Neapel weiterhin Teilerfolge ein.

Am Samstag lagen die Doppel-Olympiasieger aus Österreich in beiden Wettfahrten lange gut im Rennen und festigten am Ende mit den Plätzen acht und sieben ihren achten Platz in der Gesamtwertung.

Neuer Führender nach sechs von sieben Wettfahrten ist nach Siegen in beiden Samstag-Regatten Neuseeland mit Skipper Dean Barker.

Kollision mit Motorboot

Hagara/Steinacher mussten am vorletzten Segeltag dieser in Ufernähe gesegelten, spektakulären Vorbereitungsserie auf den 34. America's Cup zunächst eine Kollision mit einem Motorboot wegstecken.

"Alles gut, bis auf einen Fehler pro Wettfahrt. Das wir mit einem Loch im Rumpf segeln mussten, war natürlich auch nicht hilfreich. Wenngleich es über der Wasserlinie eingeschlagen hat“, erklärte Steuermann Hagara.

Kampf im Spitzenfeld

Trotz des faustgroßen Lochs in einem Rumpf des "HS Racing" getauften und unter US-Flagge segelnden AC45-Katamarans lag die fünfköpfige Crew der beiden Österreicher zunächst sogar auf Platz drei.

Bei der dritten Boje blieb die HS Racing aber wegen einer unglücklich engen Situation förmlich "liegen" und musste den Rest des Feldes ziehen lassen.

In der zweiten Wettfahrt lagen Hagara/Steinacher im Finish bereits auf Platz fünf, ehe sie durch einen Penalty neuerlich zurückgeworfen wurden.

Hagara nimmt Penalty locker

"Wir haben nicht zurückgesteckt und sind wieder an die Spitzengruppe herangekommen“, war Taktiker Hans Peter Steinacher zufrieden und fügte an: "Heute waren wir wirklich nicht schlecht unterwegs. Das Gesamtpaket stimmt eben noch nicht.“

Kurz vor der Ziellinie überholte Hagara sogar seinen Teamkollegen Slingsby auf Oracle Team USA als auch Energy Team Frankreich.

"Es war genug Platz“, schmunzelte Hagara, der sich beim Überholmanöver auf engstem Raum einen Penalty einhandelte.

Analyse mit Segel-Legende

Hagara hatte am Samstag lange mit Segel-Legende Russel Coutts, dessen Boot Hagara/Steinacher in Italien segeln, das bisherige Geschehen analysiert.

Dabei hatte der erfahrene America's Cup-Skipper vor allem die Starts der Österreich-Crew gelobt.

Die Serien-Neulinge schlagen sich trotz mangelnder Erfahrung und obwohl sie Anfangs zum Teil alte sowie das kleinere Vorsegel des aus dem Cup ausgestiegenen, südkoreanischen Syndikates benutzen mussten, auf den AC45-Multihulls sehr gut.

Entscheidung am Sonntag

Am Sonntag geht es bei aufgedoppelten Punkten um den Gesamtsieg in Neapel, dann steht auch der Gesamtsieger der World Serie 2012/13 fest. Emirates New Zealand führt mit 60 Punkten vor Oracle Team USA (55), Hagara/Steinacher halten bei 26 Zählern.

Entschieden wird auch der Matchrace Bewerb. Im Finale segeln der vom australischen Laser-Olympiasieger Tom Slingsby gesteuerte und topgesetzte America's-Cup-Titelverteidiger Oracle sowie die italienische Luna Rossa Swordfish von Francesco Bruni gegeneinander.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen