470er-Duo sichert Olympia-Quotenplatz

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Matthias Schmid und Florian Reichstädter haben am Samstag bei den Segel-Weltmeisterschaften vor Fremantle (Australien) den ersten Olympia-Quotenplatz für den rot-weiß-roten Verband ins Trockene gebracht.

Das 470er-Duo aus Wien landete in der bereinigten Nationenwertung auf den 15. Platz. Am letzten Finaltag reichte es in den Wettfahrten nur für die Plätze 32 und 24, das ergab den 21. Gesamtrang.

Im Medal Race der Top Ten am Sonntag sind sie damit nicht dabei.

Olympia im Hinterkopf

"Nach der katastrophalen ersten Runde sind wir in der zweiten Wettfahrt auf unsere direkten Konkurrenten gesegelt, damit war die Tür für das Medal Race endgültig zu. Wir sind mit dem Gesamtergebnis natürlich nicht zufrieden, mit angezogener Handbremse war aber nicht mehr drinnen", sagte Steuermann Schmid, der am Montag 31 Jahre alt wird.

Mit seinem Bootspartner will er sich in den kommenden acht Monaten nun in Ruhe auf die Sommerspiele (27. Juli bis 12. August) vorbereiten und am Feinschliff arbeiten.

Der Quotenplatz bedeutet noch nicht automatisch die Olympiateilnahme, das Boot muss vom Verband noch dem Österreichische Olympischen Komitee (ÖOC) vorgeschlagen werden.

Rückfall in Kauf genommen

Dass für das Duo bei den Welttitelkämpfen aber weit mehr drinnen gewesen wäre, merkte auch Sportdirektor Georg Fundak an.

"Die konservative Linie war klarerweise leistungshemmend, die Burschen können wesentlich mehr und sind hier klar unter ihrem Wert geschlagen worden. Das nehmen wir aber gerne in Kauf, denn mit dem fixierten Nationenticket können wir jetzt zielgerichtet weiterarbeiten, genau das war unser Ziel."

Podestkurs trotz Kollision

Beim Finale der Extreme Sailing World Series vor Singapur haben Roman Hagara/Hans Peter Steinacher mit ihrem Red Bull Sailing Team trotz einer Kollision und massiver Beschädigung des Karbonrumpfes den Podestplatz gehalten.

Sie rutschten am Samstag beim Rennen der World Series aber hinter Luna Rossa Prada (Italien) an die zweite Stelle zurück.

Mann über Bord

Das Malheur passierte im dritten Rennen am Nachmittag, ein Mann ging bei dem Zusammenstoß mit Team GAC Pindar (Großbritannien) über Bord, er konnte sich aber festhalten und schaffte es eigenmächtig wieder aufs Boot.

Nun wartete harte Arbeit auf das rot-weiß-rote Team, bis zu den Sonntagwettfahrten sollte der Rumpf generalüberholt sein.

"GAC Pindar ist uns heute nicht zum ersten Mal im Weg gestanden. Das ist sehr enttäuschend für uns. Ich bin aber froh, dass niemand verletzt wurde und unsere Techniker das Boot bis morgen früh wieder reparieren können,“ erklärte Roman Hagara.

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