Wolf: "Ohne Tapetenwechsel geht es nicht!"

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Acht Starts, acht Finalteilnahmen, einmal am Stockerl.

Dubai und also der Auftakt des Kurzbahn-Weltcups war für die beiden oberösterreichischen Schwimmer Jördis Steinegger und David Brandl in jedem Fall eine Reise wert.

Das Niveau, berichtet OSV-Trainer Marco Wolf im Gespräch mit LAOLA1, war im ersten internationalen Wettkampf nach den Olympischen Spielen hoch.

"Wichtig für den Kopf"

Natürlich nicht so hoch wie Anfang August im Aquatics Centre in London, aber mit der Deutschen Britta Steffen, dem Ungarn Laszlo Cseh und einigen weiteren europäischen Top-Stars waren zahlreiche bekannte Gesichter in die Emirate gereist.

„Jördis und David haben gesehen, dass sie vorne dabei sind“, freut sich Wolf über starke Auftritte und gute Zeiten.

„Das war für die nächsten Tage und Wochen wichtig, auch für den Kopf“, so der oberösterreichische Landestrainer, der am Freitag mit seinen Schützlingen von Dubai über Wien und Berlin ins zweiwöchige Trainingslager nach Teneriffa reiste.

Sicher keine Matura-Reise

In der deutschen Landeshauptstadt stießen fünf Nachwuchshoffnungen aus der Linzer Trainings- zur Reisegruppe.

Von der Vor-Matura auf die Urlaubsinsel. Hört sich idyllisch an, von Urlaub kann aber keine Rede sein.

„Wir trainieren sechs bis acht Stunden am Tag“, will der 37-Jährige jetzt eine Grundlage für die mit Weltcup-Start in Berlin, Ströck-Meeting in Wiener Neustadt, Kurzbahn-EM und vielleicht –WM intensive kalte Jahreszeit legen.

Lange Serien warten

„In dieser Phase arbeiten wir noch nicht wettkampfspezifisch, jetzt stehen Kraft und Ausdauer im Vordergrund“, erklärt Wolf, der für seine Athleten auch einige „Schmankerl-Einheiten“ parat hat.

Und damit meint er nicht die langen Serien wie 80 x 100 m oder 20 x 400 m, die in dieser Phase der Vorbereitung sowieso Standard sind.

Mehr möchte er aber noch nicht verraten.

Beste Bedingungen

Nur so viel: Die Bedingungen im T3 (steht für Tenerife Top Training; Anm.) sind hervorragend.

„Wir haben einen Freiwasser-Pool, der uns die Möglichkeit gibt, Unterwasser-Aufnahmen zu machen, es gibt eine moderne Gegenstromanlage, die Kraftkammer ist ebenfalls im Freien“, ist Wolf froh, dass seine Schützlinge ein bisschen Abwechslung zum Linzer Trainingsalltag bekommen.

„Ohne regelmäßigen Tapetenwechsel geht es nicht, sonst wird es mental richtig schwer und du kannst den Sport nicht zehn, 15 Jahre machen.“

Von den Besten lernen

Angenehmer Nebeneffekt des Trainingslagers: der tägliche Vergleich mit Top-Nationen.

„Egal ob Frankreich, Italien oder Holland, im T3 trainieren die Besten, da springen Olympiasieger neben Weltmeistern ins Becken.“

Es sind aber nicht unbedingt Steinegger und Co., die auf die Nebenbahnen schauen, sondern Wolf.

„Ich mache dort meine ganz persönliche Fortbildung, indem ich mit offenen Augen durch die Welt gehe und mir von den Besten etwas abschaue.“

 

Stephan Schwabl

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