Zwei Titelverteidiger und ein Weltrekord

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Die US-Amerikanerin Katie Ledecky und der Chinese Sun Yang haben am Sonntag bei den Weltmeisterschaften der Schwimmer in Kasan ihre 2013 in Barcelona errungenen Titel über 400 m Kraul erfolgreich verteidigt.

Über 4 x 100 m Kraul gewannen Australiens Damen und Frankreichs Herren.

Den ersten Weltrekord der Titelkämpfe fixierte die Schwedin Sarah Sjöström über 100 m Delfin in 55,74 Sekunden. Die 21-Jährige hatte angekündigt, Dana Vollmer deren drei Jahre alte Weltbestmarke wieder abnehmen zu wollen, und setzte dieses Vorhaben im Semifinale um. 24/100 war sie schneller als die US-Amerikanerin bei Olympia in London. Die Ungarin Katinka Hosszu drückte in 2:07,30 (Vorlauf) und 2:06,84 (Semifinale) gleich zweimal ihren Europarekord über 200 m Lagen. Die bisherige Weltbestzeit hatte sie 2009 aufgestellt.

Titel verteidigt

Ledecky wie Sun hatten vor zwei Jahren die WM-Titel über 400, 800 und 1.500 m geholt. Und sie starteten auch diesmal im Gleichschritt. Der Sieg der 18-Jährigen war erwartet worden, es ging eher gegen ihre eigene Weltrekordzeit.

Bis zur 300-m-Marke war der US-Jungstar auch auf Rekordkurs gewesen, dann blieb sie aufgrund des hohen Anfangstempos in 3:59,13 Minuten aber doch um 76/100 über ihrer Topmarke. Legte Ledecky einen Abstand von 3,89 Sekunden zwischen sich und der zweitplatzierten Niederländerin Sharon van Rouwendaal, war es bei Olympiasieger Sun etwas knapper.

Nach 3:42,58 lag der im Vorjahr wegen eines Dopingvergehens drei Monate lang gesperrt gewesene 23-Jährige aber doch 1,17 Sekunden vor dem Briten James Guy. Der deutsche Weltrekordler Paul Biedermann war in diesem Bewerb nicht angetreten.

Gold für die Olympiasieger-Staffeln

Die weiteren Titel der ersten Finalsession wurden über 4 x 100 m Kraul vergeben. Bei den Damen rückten die Australierinnen nach Silber 2013 auf den Goldrang vor.

Emily Seebohm, Emma McKeon sowie Bronte und Cate Campbell fehlten in 3:31,48 nur 0,5 Sekunden auf den Weltrekord. Die mit Topstar Missy Franklin als Titelverteidiger ins Rennen gegangenen US-Amerikanerinnen wurden hinter den Niederländerinnen nur Dritte.

Die Herren-Staffel hatte schon in den Vorläufen Spannung gebracht. Das US-Quartett wurde zeitgleich mit den Deutschen lediglich Elfte, beide verpassten den Endlauf. Immerhin reichte es zur direkten Olympia-Quali, im Gegensatz zu den auf Rang 13 gelandeten Australiern. Gold holten Titelverteidiger Frankreich mit Mehdy Metella, Florent Manaudou, Fabien Gilot und Jeremy Stravius in 3:10,74 vor Russland und Italien.

OSV-Einsätze wieder am Montag

Am Montag (ab 8.30 Uhr MESZ) sind aus dem österreichischen Team Jördis Steinegger über 100 m Rücken und Felix Auböck über 200 m Kraul im Vorlauf-Einsatz.

Der 18-Jährige hat als Vorlauf-20. über 400 m Kraul erstmals ein Limit für die Londoner Langbahn-EM im Mai erbracht, dieses hat auch für die Kurzbahn-EM Anfang Dezember in Herzliya/Israel Gültigkeit.

Das OSV-Team für beide Events besteht aktuell aus 13 Aktiven.

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