Wasserspringer vergeben Olympia-Chance

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Der österreichische Schwimmverband (OSV) wird in London in den olympischen Konkurrenzen der Wasserspringer voraussichtlich nicht vertreten sein.

Constantin Blaha kam am Sonntag am Olympia-Schauplatz Aquatic Centre im 3-m-"Diveoff" um die letzten Quotenplätze unter 33 Konkurrenten mit 385,70 Punkten nur auf Platz elf, sein 20-jähriger Landsmann Fabian Brandl wurde mit 319,80 Zählern 24.

Gleiches gilt für Sophie Somloi und Veronika Kratochwil. Die beiden Wienerinnen belegen die Ränge 13 und 16, was ebenfalls zu wenig ist.

Ihre Platzierungen würden nur bei Rückgabe von Quotenplätzen durch einige Nationen reichen oder wenn Synchron-Springer im Einzel nicht starten.

Immerhin die EM-Quali

OSV-Trainer Michael Worisch sprach von einer durchwachsenen Leistung Blahas, auch wenn der 24-jährige Arizona-Student um einiges besser als bei Rang 49 im Weltcup-Vorkampf am Dienstag war.

Da war der Wiener nur auf 315,85 Punkte gekommen. Seine nunmehrige Leistung bedeutete immerhin die Qualifikation für die EM vom 14. bis 20. Mai in Eindhoven.

Von Brandl - 53. im Weltcup-Vorkampf - war die Olympia-Qualifikation realistisch nicht zu erwarten gewesen, auch er ist für die EM qualifiziert.

Zwiespältige Bilanz

"Die Chance ist aber fast nicht vorhanden", meinte OSV-Coach Aristide Brun zu den Leistungen der Damen. "Wenn, dann für Sophie. Für Vroni nicht."

Somloi war bis nach dem zweiten der fünf Sprünge gut im Rennen gewesen, fiel dann zurück und schloss mit 244,40 Punkten. Kratochwil hatte nicht die Kraft, sich nach eingehandeltem Rückstand zurückzukämpfen.

Sie kam auf 236,50 Zähler und wird wie Fabian Brandl bis Donnerstag in London bleiben. Constantin Blaha fliegt direkt zurück an seinen Studienort in die USA.

Ziele im Jugendbereich

Somloi reist am Montag mit Brun zurück. Der "durfte" beim "Diveoff" der Damen coachen, nachdem ihm das an den Tagen davor als Wertungsrichter verboten war.

Nach einigen Tagen Abstand wird er mit seinen Schützlingen die Vorbereitung auf die verbliebenen Höhepunkte wie EM und Grand-Prix-Bewerbe in Angriff nehmen. Das vorerst weiter nicht im Wiener Stadthallenbad, dessen Sperre der Form des Quartetts sicher nicht förderlich war.

Die 17-jährige Somloi hat zudem im Jugend-Bereich einige internationale Ziele.

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