Zaiser und Brandl scheitern in den Vorläufen

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Die Beckenbewerbe der Schwimm-Weltmeisterschaften in Barcelona sind für Österreichs Athleten nicht ganz nach Plan verlaufen.

Zwar erreichten David Brandl als 19. über 400 m Kraul und Lisa Zaiser als 21. über 200 m Lagen für ihre Verhältnisse akzeptable Platzierungen, doch ihre Zeiten waren nicht berauschend.

Demnach wären in beiden Fällen Top-16-Plätze möglich gewesen.

Hinter den Erwartungen

Besonders war das bei Zaiser der Fall. In 2:14,85 Minuten fehlten der Kärntnerin auf ihrer Topstrecke 0,87 Sekunden auf den Aufstieg.

Exakt eine Woche davor war die 18-Jährige bei den Staatsmeisterschaften in Kapfenberg um 22/100 schneller gewesen, ihre Bestleistung vom Juni steht auf 2:13,65.

Die hätte locker zum Weiterkommen gereicht. Auf ihren restlichen beiden Strecken - 200 m Brust, 50 m Delfin - ist ein Aufstieg außer Reichweite.

Trügerisches Gefühl

Unmittelbar nach ihrem Rennen war Zaiser etwas ratlos. "Ich habe mich extrem gut und schnell gefühlt, dachte, das wird bestimmt eine persönliche Bestzeit", sagte die Olympia-19.

An ihrem Lauf hatte sie kaum etwas auszusetzen. "Es war eines der seltenen Rennen, wo ich alle vier Wenden hundertprozentig erwischt habe, auch der Start war sehr gut."

Zaiser ließ sich aber dennoch nicht beirren: "Ich weiß, was ich kann und kenne mein Potenzial."

Auf Eigenkosten mit dabei

In der Halle sahen ihren ersten Langbahn-WM-Auftritt nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihr Coach Ferdinand Kendi.

Der ist zwar nicht vom österreichischen Verband (OSV) entsandt, aber auf Eigenkosten dabei.

Zaiser weiß das zu schätzen: "Es ist extrem wichtig für mich, ihn dabei zu haben, um zu 100 Prozent meine Leistung abrufen zu können. Er kennt mich am besten."

Zumindest die Platzierung passt

Brandl egalisierte seine beste WM-Platzierung (2009/Rom über 400 m, 800 m Kraul), womit er auch zufrieden war. "Ich war als 26. gemeldet, habe also Plätze gut gemacht", meinte der Perger.

"Die Zeit lässt aber etwas zu wünschen übrig." Wie Zaiser wollte er an seine Bestzeit herankommen, war davon allerdings 4,37 Sekunden entfernt.

Nur 1,11 Sekunden schneller und er hätte als 16. ein fiktives Semifinale verbucht. Es ging direkt ins Finale der Top acht.

Nicht zurückgehalten

Der 26-Jährige war das Rennen schnell angegangen. "Bei einer WM muss man riskieren. Der Vorlauf war gut besetzt und es ging von Anfang an die Post ab."

Gegen Ende ging dem nun vierfachen Langbahn-WM-Teilnehmer etwas die Luft aus. "Das ich am Schluss langsamer werde, ist für mich ungewöhnlich."

Schon am Montag geht es für Brandl über 200 m Kraul weiter, Caroline Reitshammer startet über 100 m Brust in die Titelkämpfe.

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