Jukic zieht ins Delphin-Finale ein

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Der Wiener Dinko Jukic schwimmt am Mittwoch ab 12.22 Uhr MESZ zum zweiten Mal um eine WM-Medaille auf der olympischen Langbahn.

Der 22-Jährige zog am Dienstag in 1:54,94 Minuten als Viertschnellster der Semifinalläufe in den Endlauf ein.

Bei seiner WM-Finalpremiere 2009 in Rom war er Sechster geworden.

Schnellster war der Japaner Takeshi Matsuda in 1:54,30, dahinter reihten sich der Chinese Chen Yin mit persönlicher Bestzeit von 1:54,80 und US-Ass Michael Phelps in 1:54,85 ein.

Hoffen auf Steigerung

"Es ist ein tolles Gefühl, bei den Top Acht dabei zu sein", kommentierte Jukic am 10. Jahrestag der ersten OSV-WM-Medaille durch Maxim Podoprigora in Fukuoka seine Leistung.

"In diesem Finale ist jeder ein heißer Favorit auf eine Medaille. Es wird ein sehr, sehr spannendes Rennen."

Das OSV-Ass war im Vorlauf in 1:55,26 sogar klar Schnellster gewesen. "Ich werde mit warmem Herz und kühlem Kopf das Beste herausholen. Ich hoffe, dass noch eine kleine Steigerung möglich ist."

Gefährlicher Phelps

In der Vorschlussrunde gab der Kurzbahn-Europameister wieder ab Halbzeit des Rennens so richtig Gas, nachdem er da nur Siebenter seines Laufs und Gesamt-10. gewesen war.

Auf den zweiten 100 m war Jukic aber der klar Beste, nahm auch Phelps 1,22 Sekunden ab. Der hatte allerdings gut eineinhalb Stunden davor das äußerst kräfteraubende Finale über 200 m Kraul hinter Ryan Lochte auf Rang zwei beendet.

Jukic: "Gegen Ryan zu verlieren, ist keine Tragödie. Mit Michael ist für das Finale sicher stark zu rechnen."

Drei Niederlagen?

Der ließ daran auch keinen Zweifel. Da Lochte über 200 m Lagen noch stärker einzuschätzen ist als über 200 m Kraul, würde Phelps mit einer Delfin-Niederlage drei Finalschlappen in Folge riskieren.

"Morgen wird man sicher einen anderen Phelps sehen", hatte der 14-fache Olympiasieger auch schon nach dem Vorlauf angekündigt.

Jukic will dem Superstar und all den anderen mit seinem neuen Selbstbewusstsein aber Paroli bieten: "Jeder will Michael schlagen. Ich stehe im Finale, also will auch ich es gewinnen."

Leichte technische Probleme

Es würde darauf ankommen, wer sich das Finale am besten einteilt, erläuterte Jukic nach seiner erst zweiten Zeit über diese Strecke unter 1:55.

Sein OSV-Rekord steht bei 1:54,42. "Ich habe das in Vorlauf und Semifinale sehr gut geschafft. Nur am Nachmittag hat am Schluss die Technik ein bisschen gelitten.

Wenn die Züge kurz werden, ist es schwierig, die Koordination von Beinschlag und Arme zu halten." Und trotz seines ohnehin schon schnellen Finish will der SC-Austria-Wien-Athlet im Endlauf da noch zulegen.

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