Der nächste WR einer 16-Jährigen

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Der nächste Weltrekord einer 16-Jährigen

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Die weiblichen Teenager sorgen bei den Langbahn-Weltmeisterschaften der Schwimmer in Barcelona bisher für die Weltrekorde.

Nachdem die Litauerin Ruta Meilutyte am Vortag im Semifinale über 100 m Brust zugeschlagen hatte, legte die ebenfalls 16-jährige US-Amerikanerin Katie Ledecky am Dienstag über 1.500 m Kraul mit einer fabelhaften Bestmarke nach.

Die mit Spannung erwarteten 200 m Kraul der Herren entschied der Franzose Yannick Agnel souverän für sich.

Mit voller Kraft voraus

Der Olympiasieger hatte bereits am Sonntag mit der 4-100-m-Kraulstaffel zugeschlagen und suchte im 200er-Finale von Beginn an die Offensive. Schon nach der ersten Länge war er fast eine halbe Sekunde voran, nach einer überaus starken dritten Länge war das Rennen für ihn gelaufen.

Der seit Mai vom ehemaligen Michael-Phelps-Coach Bob Bowman betreute Agnel siegte in 1:44,20 Minuten vor Conor Dwyer (USA/1:45,32) und Danila Isotow (RUS/1:45,59). Für US-Superstar Ryan Lochte blieb in 1:45,64 wie bei Olympia nur Rang vier.

Zweites Gold für Ledecky

Ledecky holte ihr zweites Gold nach dem am Sonntag über 400 m Kraul. Schon da hatte sie mit einer Topmarke aufgezeigt, diesmal stellte sie die Leistung aber noch in den Schatten.

Begleitet von Lotte Friis ließ sie die imaginäre Weltrekordlinie von der ersten Länge an hinter sich, gut 100 m vor dem Ziel dann auch die Dänin. In 15:36,53 blieb Ledecky um 6,01 Sekunden unter der bisherigen Weltbestmarke ihrer Landsfrau Kate Ziegler (aus 2007). Friis drückte den Europarekord von Alessia Filippi (ITA - aus 2009) in 15:38,88 um 6,05 Sekunden.

US-Stars holen WM-Gold

Die Endläufe über 100 m Rücken waren klare Angelegenheiten für die US-Olympiasieger auf diesen Strecken. Matt Grevers setzte sich bei den Herren in 52,93 Sekunden 19/100 vor seinem Landsmann David Plummer sowie weitere 9/100 vor Staffel-Weltmeister Jeremy Stravius durch.

Bei den Damen holte Missy Franklin ihren zweiten Titel nach jenem mit der 4x100-m-Kraulstaffel, in 58,42 Sekunden blieb die 18-Jährige nur 3/10 über dem Weltrekord. Rund eine Stunde später zog Franklin als Semifinal-Zweite ins Finale über 200 m Kraul ein.

Am Weltrekord vorbei

Den Abschluss des Abends gestaltete Meilutyte. Nachdem sie über 100 m Brust im Vorlauf Europa- und im Semifinale Weltrekord geschwommen war, blieb sie im Endlauf in 1:04,42 nur 7/100 über ihrer Vortagesmarke. Julia Jefimowa (RUS) hatte der Olympiasiegerin verbal den Kampf angesagt, aber letztlich 6/10 Rückstand.

In Semifinali kam über 200 m Delfin Olympiasieger Chad le Clos (RSA) als Schnellster ins Finale, im Brustsprint stellte Damir Duonjic (SLO) in 26,83 den vier Jahre alten Europarekord von Hendrik Feldwehr (GER) ein

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